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07.07.2015 Aus dem Gemeindrat

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Altdorf am 07. Juli 2015 konnte Bürgermeister Joachim Kälberer neben den Architekten, den Herren Krepela und Geissler, auch einige Zuhörer im Sitzungssaal begrüßen. 

Bekanntgaben

Die Verwaltung berichtete über die Betreuungssituation in der Kindertagespflege in Altdorf durch den Tageselternverein Esslingen e.V. So sind im Ort zwei Tagespflegepersonen vorhanden, die 5 Kinder betreuen. Bürgermeister Kälberer berichtet des Weiteren, dass die an das Straßenbauamt beim Landratsamt Esslingen herangetragene Bitte, den Fahrbahnbelag der K 1233 im Ortseingangsbereich, kommend von Großbettlingen, schon in nächster Zeit zu sanieren, nicht erfolgreich war. So hat mittlerweile das Straßenbauamt den Zustand aller Kreisstraßen erfasst und diesen Streckenabschnitt für eine Sanierung erst im Jahr 2019 vorgesehen. Im Hinblick auf die Unterbringung von Asylbewerbern (Erstunterbringung) berichtete Bürgermeister Kälberer über die voraussichtlichen Zugangszahlen im Jahr 2015 und 2016. Hier ist ein weiterer Anstieg von Asylbewerbern zu verzeichnen, so dass mittlerweile von einer Unterbringungsanzahl für die Gemeinde Altdorf von über 30 Asylbewerbern ausgegangen werden muss.  

Generalsanierung der Grundschule Altdorf

Die Sanierungsarbeiten im alten Schulgebäude gehen weiter voran und infolge dessen waren in der Gemeinderatssitzung weitere Ausbaugewerke wie Dachabdichtungsarbeiten, Sicherheitstüren, Blitzschutz und der Einbau einer beweglichen Trennwand, zu vergeben. Der beauftragte Architekt, Herr Krepela, erläuterte anhand einer Tischvorlage die jeweiligen Submissionsergebnisse, die den Kostenberechnungen entsprachen. Nach einzelnen Rückfragen und zum Teil kurzer Diskussion beim Gewerk „bewegliche Trennwand“ wurden die jeweilig günstigsten Angebote einstimmig angenommen. 

Landessanierungsprogramm – ergänzende bzw. vertiefende Vorstellungen von Entwicklungsszenarien im Hinblick auf einen Turnhallenneu- oder Turnhallenanbau

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Kälberer den Architekten Herrn Geissler und rief das in der Sitzung am 12. Mai 2015 erzielte Besprechungsergebnis in Erinnerung. So hat der Gemeinderat die Varianten 2 und 3 ausgeschieden, bat aber, im Hinblick eines konkreteren Vergleiches, die Variante 4 vertiefend zu untersuchen und das Ergebnis der Variante 1 gegenüber zu stellen. Hinter der Variante 4 verbirgt sich die Idee, eine Mehrzweckhalle auf den Grundstücken hinter der Schule und dem Kindertagesstätte zu errichten. Mittels einer Power-Point-Präsentation erläuterte Architekt Geissler die grobe Plankonzeption solch einer Mehrzweckhalle, die auf einer Hallengrößen der erst vor kurzem sanierten Egerthalle in Nürtingen-Raidwangen basiert. So besteht die Plankonzeption aus einer teilbaren Einzelhalle mit Maßen von 15 x 28 m, mit einem Küchen- und Techniktrakt sowie einem Lagerraum und Umkleide- und Duschräumlichkeiten. Das Gebäude verfügt über keine Kellerräumlichkeiten. Für dieses Projekt wird inkl. einer Zufahrt und Parkierungsanlage eine Fläche von 2.600 qm benötigt. Auch die hierfür anzusetzenden Kosten von rund 2,8 Mio. € wurden im Einzelnen aufgegliedert und dargestellt und ebenso die aus einer Veräußerung des jetzigen Hallenareals möglichen Grundstückserlöse sowie der voraussichtlichen Fördermittel aus dem LSP-Programm sowie aus Fachprogrammen und aus Mitteln aus dem Ausgleichstock, so dass schlussendlich ein Finanzierungsaufwand mit diesem Vorhaben in Höhe von 1,6 Mio. € verbunden wäre. Dem gegenüber stehen im Falle einer Sanierung der jetzigen Turn- und Sporthalle im Heges, inkl. eines Hallenanbaus, Ausgaben in Höhe von 1,1 Mio. € gegenüber. Auf Grund der von der Verwaltung zur Gemeinderatsitzung erstellten umfänglichen Informationsvorlage beschränkten sich die Ausführungen von Bürgermeister Kälberer in der Sitzung auf die wesentlichen Gesichtspunkte. So ging er ging er auf die Chancen und auf die Risiken solch eines Neubaus ein. Zwar ist ein notwendiges Flächennutzungsplanänderungsverfahren und ein Bauleitplanverfahren auf Grund der dortigen Grünflächenstruktur, die sich außerhalb der Siedlungsfläche befindet, mit hohen Hindernissen verbunden, aber nicht aussichtslos. Auch die Finanzierung solch eines ambitionierten Vorhabens ist für den Gemeindehaushalt der Gemeinde Altdorf beileibe nicht einfach und auf Grund der notwendigen Kreditaufnahme, die letztendlich von der Aufsichtsbehörde zu genehmigen ist, nicht gesichert. Auch ist, so letztendlich der Vorsitzende, der Abriss einer zwar nach heutigen Ansprüchen sicherlich nicht optimal sportgerechten Turnhalle, die aber ansonsten auch aufgrund einer umfänglichen Sanierung vor genau 20 Jahren funktionstüchtig ist, nicht einfach zu vertreten. Schlussendlich brachte Bürgermeister Kälberer in Anbetracht der hiermit verbunden Ausgaben beider Alternativen auch nochmals eine neue Variante ins Gespräch, nämlich die jetzige Turn- und Sporthalle lediglich im sanitären Bereich zu sanieren sowie die Außenanlagen herzurichten, dieser Kostenaufwand wäre vom jetzigen Investitionsprogramm gedeckt. 

Trotz aller Risiken, auf die der Vorsitzende zu Recht hingewiesen hat, sah Gemeinderat Pascal Stephan, auf längere Sicht gesehen, einen Hallenneubau als richtig an. So würden sowohl die Kindergartenkinder als auch die Schulkinder hiervon enorm profitieren und auch die Sport treibenden Vereine könnten mit einer deutlich sportgerechteren Mehrzweckhalle ihr Angebot halten bzw. ausbauen. In gleicher Weise äußerte sich Gemeinderat Christoph Wenzelburger, der den Planentwurf begrüßte und auch auf die weiteren Vorteile der dann vorhandenen Stellplätze und der dortigen Zufahrtssituation hinwies, die sowohl den Nutzern der neuen Mehrzweckhalle als auch den Lehrern und Eltern zu Gute kommt. Gemeinderat Wenzelburger gab auch zu bedenken, dass im Falle der Sanierung der bestehenden Halle, in dieser Zeit kein Übungs- und Sportbetrieb möglich ist und insoweit sowohl der Kindergarten als auch die Schule keinen Sportunterricht durchführen können. Auch die Sport treibenden Vereine werden hierdurch sicherlich mit ihren Mitgliedern Probleme bekommen. Bei einem Neubau wäre dies alles nicht der Fall. Die Gemeinde könnte in aller Ruhe nach erfolgter Bauleitplanung den Neubau herstellen und im Anschluss hieran das jetzige Hallengelände vermarkten. Die Gemeinderäte Stefan Röper, Michaela Pohl und Martina Dannenberg betrachteten das Neubauvorhaben auf Grund der hiermit verbundenen hohen Kosten, eher kritisch. Durch dieses Projekt würde der Finanzbedarf der Gemeinde Altdorf in den nächsten Jahren in Gänze aufgebraucht werden, so dass für andere Ausgaben oder dringend notendige Investitionen keine finanziellen Mittel mehr vorhanden wären. Zudem ist der jetzige Planentwurf trotz der Überschrift „Mehrzweckhalle“ rein auf den Sportbetrieb ausgerichtet, da keine Bühne vorgesehen ist und auch keine Lagerräume für die Bewirtschaftungsgegenstände. 

Hier setzte auch die Kritik von Gemeinderat Manfred Butz ein, der sich dem Grundsatz nach nicht unbedingt gegen einen Neubau aussprach aber auf die Notwendigkeit einer funktionierenden Mehrzweckhalle, die nicht ausschließlich auf den Sportbetrieb ausgerichtet ist, hingewiesen hat. Insoweit muss dieser Projektentwurf durch einen weiteren Nebenraum erweitert werden, was zwar unweigerlich zu weiteren Ausgaben führen wird aber für das Dorfgemeinschaftsleben in der Gemeinde Altdorf unabdingbar notwendig ist. 

Da die mit einem Neubau verbundenen Vorteile für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Altdorf bestechend sind darf nach Auffassung von Gemeinderat Benjamin Ruopp, solch eine wichtiges Projekt nicht an den Kosten scheitern. Hierüber müsse man daher selbstverständlich weiter nach Lösungen suchen, wie dies tragfähig für die Gemeinde geschultert werden kann. 

In der weiteren Aussprache, an welcher sich jedes Ratsmitglied zum Teil mehrfach beteiligte, wurde immer deutlicher, dass zumindest am heutigen Abend sich das Pro und Contra einer Neubauvariante gegenüber einer Sanierung die Waage halten würde, da der jetzige Projektentwurf eine notwendige Mehrzweckhalle nicht abbildete. Einigkeit herrschte darüber, dass die vorgetragene Neubauvariante, ergänzt um weitere Lagermöglichkeiten, noch modifiziert werden sollte, so dass sie auch kulturellen Zwecken dienen kann. Insoweit wurde Architekt Geissler mit einem weiteren Planungsauftrag versehen. Die Verwaltung wurde beauftragt, bei der Bürgerversammlung am 22. September 2015, die jetzigen Planentwürfe darzustellen und die interessierten Bürger über die Überlegungen des Gemeinderates zu informieren und an diesem Abend auch ein Meinungs- und Stimmungsbild pro oder contra Neubau einzuholen. Darüber hinaus wird das Gremium selbstverständlich ebenfalls im Herbst diesen Jahres sich einmal einen Abend zusammen mit dem Planer und den Vereinsvertretern zusammenzusetzen und anhand der bis dahin vorliegenden modifizierten Varianten, das Für und Wider eines Hallenneubaus besprechen. 

Abbruch des gemeindeeigenen Gebäudes Heges 11

Bereits seit dem Jahr 1988 ist die Gemeinde Altdorf Eigentümer des Gebäudes Heges 11, welches von Anfang an für den Abbruch vorgesehen war. Nachdem nunmehr die Gemeinde Altdorf in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden ist, kann dieser Abbruch angegangen werden. Die Verwaltung hatte daher drei Angebote eingeholt. Nach kurzer Aussprache wurde der Auftrag an die Firma Weeber aus Bonlanden vergeben. 

Bausachen

An diesem Abend waren drei Bauangelegenheiten zu beraten; allen Bauanträgen konnte das kommunale Einvernehmen erteilt werden. 

Letzte Änderung: Mittwoch, 08.07.2015   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf