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08.12.2015 Aus dem Gemeinderat

Von Links: Pascal Stephan, Sandra Deuschle und BM Kälberer

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Altdorf in diesem Jahr am 08. Dezember 2015, konnte Bürgermeister Joachim Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten auch Ing. Herrn Walter und weitere interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer im Sitzungssaal begrüßen. 

Ausscheiden und Nachrücken in den Gemeinderat

Aufgrund eines Wohnungswechsels nach München muss Gemeinderat Pascal Stephan aus dem Gemeinderat der Gemeinde Altdorf ausscheiden. Bürgermeister Kälberer würdigt das Wirken von GR Pascal Stephan; auch wenn seine aktive Amtszeit nur eineinhalb Jahre andauerte, war sie doch von sehr intensiven und zum Teil nicht einfachen Aussprachen geprägt. Herr Stephan brachte sich immer mit sachgerechten Argumenten in die Debatte ein, und war stets bestrebt zum Wohle der Bürgerschaft zu handeln bzw. zu entscheiden. Bürgermeister Kälberer dankte ihm daher sehr herzlich für seine aktive Mitarbeit. GR Pascal Stephan bedauerte sein Ausscheiden, er hat die Zeit im Gremium als sehr bereichernd und für ihn gewinnbringend kennengelernt. Im Namen der unabhängigen Bürger bedankte sich auch GR Dieter Kittelberger bei Kollege Pascal Stephan für seine Mitarbeit in der Fraktion und im Gremium und wünschte ihm für seine Zukunft alles Gute. 

Im Anschluss hieran begrüßte Bürgermeister Kälberer Frau Sandra Deuschle Bei der letzten Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ging Frau Sandra Deuschle als 1. Ersatzkandidatin mit 229 Stimmen hervor. Auf Grund des Ausscheidens von Gemeinderat Pascal Stephan aus seinem Amt, hat die Verwaltung bei Frau Deuschle hinsichtlich der Annahme ihres Mandates angefragt und erhielt eine positive Rückmeldung. Nachdem Frau Sandra Deuschle auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten hingewiesen worden ist, wird ihr die Verpflichtungsformel vorgelesen, welche sie nachgesprochen hat. Per Handschlag wurde sie vom Vorsitzenden für das Mandat verpflichtet. 

Bekanntgaben

Bürgermeister Kälberer informierte über das Ergebnis der Besprechung des Arbeitskreises „725Jahr Feier“, welcher die Jubiläumsfeierlichkeiten für die im nächsten Jahr stattfindenden Veranstaltungen vorbereitet. Man habe in letzter Sitzung entschieden, dass das Festgelände betreffende dem bunten Festwochenende am 15.- 17. Juli 2016 auf dem Sportgelände „Altdorfer Wasen“ sich befinden wird. So wird das Festzelt auf dem dortigen Bolzplatz aufgestellt; ein kleiner Vergnügungspark sowie eine Spielstraße werden ebenso vorhanden sein. Das Festgelände „Altdorfer Wasen“ befindet sich etwas außerhalb der bebauten Ortslage und verfügt über gute Parkmöglichkeiten. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die wasserrechtliche Erlaubnis für die Wassertretstelle an der Raidwanger Straße vom Landratsamt Esslingen, als zuständige Wasserbehörde, bis zum 31.12.2025 verlängert worden ist. Unter diesem Tagesordnungspunkt gab Bürgermeister Kälberer auch einen Überblick über die jährliche Nutzung des Bürgersaals, der durch verschiedene Einzelveranstaltungen aber auch durch mehrere ständige Veranstaltungsreihen sich stetiger Beliebtheit erfreut. Natürlich wurden unter diesem Tagesordnungspunkt auch aktuelle Informationen zur Flüchtlingsaufnahme durch den Landkreis Esslingen, weiter gegeben. So ist unter anderem den Mitteilungen des Landratsamtes Esslingen, aber auch den Presseberichten entnehmbar, dass der Landkreis derzeit wöchentlich 250 – 270 Flüchtlinge unterbringen muss und seine eigenen Hallenkapazitäten ausgeschöpft sind. Es ist daher zu erwarten, dass die Landkreisverwaltung in nächster Zeit auf die Gemeinden mit der Bitte um zur Verfügungstellung ihrer Hallen und öffentlichen Gebäude, soweit diese hierfür geeignet, zukommen wird.  

Brücke über den Schlegelbach

Das Brückenbauwerk über den Schlegelbach ist schon seit anderthalb Jahren auf Grund seines desolaten Zustandes für den landwirtschaftlichen Fahrverkehr gesperrt. Mittlerweile ist die wasserrechtliche Erlaubnis zur Erneuerung des dortigen Brückenbauwerkes vom Landratsamt Esslingen erteilt worden, so dass vor kurzem die Bauarbeiten ausgeschrieben werden konnten. Herr Ing. Werner Walter vom Ing. Büro Walter aus Nürtingen, erläuterte in kurzen Zügen nochmals die geplante Maßnahme und das Ergebnis der vor kurzem stattgefundenen Submission. Die Firma Schäfer, Wegebau, aus Leinfelden-Echterdingen ist mit einem Angebotspreis von 25.000 € als günstigste Anbieterin hervorgegangen. Die Haushaltsmittel sind im Haushaltsplan veranschlagt, so dass einer Realisierung im nächsten Jahr nichts entgegensteht. Nach Beantwortung einzelner Fragen wurde dem Vorschlag, die Arbeiten an die Firma Schäfer aus Leinfelden-Echterdingen zu vergeben, einstimmig zugestimmt.  

Hallensanierung oder Neubau einer Mehrzweckhalle

Bürgermeister Kälberer fasste mittels einem kurzen Beitrag die bisherigen, in diesem Jahr geführten Aussprachen zusammen und resümierte das Ergebnis der am 22.09.2015 stattgefundenen Bürgerversammlung sowie der im Anschluss hieran am 23.11.2015 durchgeführten Podiumsdiskussion mit anschließendem Bürgerworkshop, welcher ein sichtbares Ergebnis hin zur Sanierung der Gemeindehalle mit Errichtung einer Kaltlufthalle auf dem Sportgelände erbracht hat. Gemeinderat Christoph Wenzelburger wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass der Sanierungsumfang noch gar nicht im Detail im Gemeinderat und mit der Bürgerschaft besprochen worden ist, und dass bei genauer Betrachtung des Sanierungsaufwandes die hiermit verbundenen Gesamtkosten sich nahe einem Neubau bewegen. 

Bürgermeister Kälberer erinnerte an seine in der Podiumsdiskussion gemachten Ausführungen, die auch mit Planskizzen unterlegt wurden, und war der Auffassung, dass der Umfang der Bestandssanierung durchaus den interessierten Zuhörern mittlerweile bekannt ist.  

Gemeinderat Benjamin Ruopp befürchtete, dass bei einer Sanierung „light“, so wie sie von der Verwaltung dargelegt, die Nutzer der Halle sehr unzufrieden sind und man in Folge dessen, dann wieder in 10 Jahren eine erneute Diskussionen über einen Hallenneubau oder eine weitergehende Sanierung führen müsse, ob es da nicht sinnvoller wäre die jetzige Halle so zu belassen und in den nächsten Jahren Haushaltsüberschüsse für einen Neubau anzusparen, welcher dann eben zu einem späteren Zeitpunkt realisierte werden wird. 

Gerade im Hinblick auf eine zukunftsfeste Lösung sprach sich auch Gemeinderat Manfred Butz für die Beibehaltung der Option eines Hallenneubaus aus, wenngleich dieser eine gewaltige finanzielle Last für die Gemeinde Altdorf, sowohl im investiven als auch im laufenden Betrieb, mit sich bringen wird.  

Gemeinderat Dieter Kittelberger erinnerte an die Aussprache der Bürgerinnen und Bürger beim Bürgerworkshop und vor allem an das dort erzielte Ergebnis und stellte fest, dass die die Mehrheit der Altdorfer Bürgerinnen und Bürger eine Hallensanierung wünschen; dies sollte man als Gemeinderat nicht aus den Augen verlieren. Neben der Bestandserhaltung war den Bürgerinnen und Bürgern, so GR Kittelberger, auch die jetzige zentrale Lage der Gemeindehalle sehr wichtig. 

Gemeinderätin Michaela Pohl sah dies ebenso und plädierte daher, doch dem Vorschlag der Verwaltung, der ja keine Entscheidung am heutigen Abend den Ratsmitgliedern abverlangt, was die Sanierung der jetzigen Halle oder den Neubau einer Mehrzweckhalle anbelangt, zu folgen, sondern lediglich als nächsten Schritt vorsieht, solch eine Kaltlufthalle in der Stadt Marbach am Neckar am 23.01.2016 zu besichtigen; danach sehe man möglicher Weise weiter. 

Diesem wurde schlussendlich nach weiterer Aussprache zugestimmt; die Gemeinde wird hierfür einen Bus zur Verfügung stellen, und in nächster Zeit der interessierten Bürgerschaft die Möglichkeit zum Mitfahren anbieten. 

Verwendung der ehrenamtlichen Aufwandsentschädigung des Gemeinderates

Auch zum Ende dieses Jahres lassen sich die Ratsmitglieder ihre Aufwandsentschädigung nicht auszahlen sondern spenden einen Teil dieser Aufwandsentschädigung gemeinnützigen Organisationen. So wird das Evangelische Jugendwerk eine Spende von 1.000 € erhalten, der Freundeskreis der Feuerwehr erhält ebenso wie das Schülerbüchereiteam je 500 €. 

Rückblick

Vor Abschluss der öffentlichen Tagesordnung, blickte Bürgermeister Kälberer auf dieses sehr arbeitsintensive und interessante Jahr 2015 zurück. Neben der Generalsanierung des Schulhaustraktes, waren selbstverständlich die hervorgehobenen Themen in diesem Jahr das Landessanierungsprogramm in Bezug auf die Sanierung der Gemeindehalle oder dem Neubau einer Mehrzweckhalle und natürlich die Unterbringung von Asylbewerbern sowohl bei der Erstunterbringung als auch bei der Anschlussunterbringung. Arbeitsintensiv für die Verwaltung war auch die Vorbereitung und Durchführung der Bürgerversammlung und der Podiumsdiskussion mit Bürgerworkshop. Einige dieser genannten Themen werden die Ratsmitglieder auch im kommenden Jahr begleiten, dass sicherlich nicht weniger Arbeitsintensiv werden wird wie dieses Jahr. Mit dem bunten Festwochenende im Juli 2016 wird die Gemeinde Altdorf sicherlich auf ein schönes Fest hinblicken dürfen und in würdiger Weise die 725jährige ersturkundliche Erwähnung des Ortsnamens der Gemeinde Altdorf feiern. Bürgermeister Kälberer bedankte sich bei den Ratsmitgliedern für ihr engagiertes Mitwirken sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigentlichen Ratstätigkeit und bat sie, in ihrem Ehrenamt nicht nachzulassen sondern auch wiederum im kommenden Jahr mit Kraft und Elan mit zu arbeiten.  

Gemeinderat Kittelberger bedankte sich sowohl bei Bürgermeister Kälberer als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde Altdorf stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. Man habe vor allem in diesem Jahr sehr schwierige Themen behandeln müssen, so dass die Diskussionen nicht immer einfach war und auch nicht einstimmig verliefen, aber er ist guten Mutes, dass bei Beibehaltung dieser sachlich und kultivierten Diskussionskultur im Gremium die anstehenden Aufgaben auch erledigt werden können. Er wünschte allen im Sitzungssaal Anwesenden noch schöne restliche Adventswochen, ein fröhliches Weihnachtsfest, Erholung und Entspannung über die Jahreswende und ein gutes Neues Jahr 2016. 

Letzte Änderung: Donnerstag, 10.12.2015   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf