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16.02.2016 Aus dem Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat  

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Altdorf am 16. Februar 2016, konnte Bürgermeister Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten und dem 1. Vorsitzenden des TSV Altdorf, Herrn Bader auch einige interessierte Zuhörer/innen begrüßen. 

Bekanntgaben der Verwaltung

Aus letzter nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Kälberer bekannt, dass der Gemeinderat auf Grund der großen Nachfrage hinsichtlich der Sanierungsmittel (LSP-Programm), die Sanierungszuschüsse auf 20.000 € pro Sanierungsvorgang gedeckelt hat. Weiterhin wurde bekannt gegeben, dass der Gemeinderat beschlossen hat, die „Jubiläumskasse“ der diesjährigen 725-Jahresfeier mit einem Grundstock (Zuschuss) in Höhe von 10.000 € auszustatten. Schließlich wies unter diesem Tagesordnungspunkt der Vorsitzende auf  die neueste Datenlage des Statistischen Landesamtes hin aus welcher hervor geht, dass die Gemeinde Altdorf nach wie vor, zumindest in der Relation betrachtet, an der Spitze der Landkreisgemeinden sich befindet; was den Einwohnerzuwachs bis zum Jahr 2025 mit einer Zunahme von 14 Prozent anbelangt. 

Sanierung der jetzigen Gemeindehalle oder Neubau einer Mehrzweckhalle

Bürgermeister Kälberer begrüßte zu Beginn des Tagesordnungspunktes den 1. Vorsitzenden des TSV, Herrn Matthias Bader, welche zur heutigen Sitzung eingeladen, und dem auch eine Rederecht eingeräumt wurde. Der Vorsitzende trug zusammenfassend die gut einjährige Diskussion in der Gemeinde Altdorf wie folgendes vor. Über das die Gemeinde Altdorf sehr bewegende Vorhaben, der Sanierung der jetzigen Turn- und Festhalle auf dem Grundstück Kirchstraße 5 oder aber alternativ über den Abriss dieses Gebäudes mit Verwertung dieses Grundstückareals zum Zwecke von Wohnbauten und alternativ der Errichtung einer neuen Mehrzweckhalle auf den Grundstücken hinter der Kindertagesstätte/Schule wurde sowohl im Rahmen der Gemeinderatsvorlagen und -beschlüsse als auch durch Berichterstattungen in den Medien, wie aber auch aufgrund der stattgefundenen Bürgerversammlung im September 2015 und einer nachfolgenden Podiumsdiskussion mit Workshop im November 2015, ausführlich seitens der Verwaltung berichtet; daher nur der komprimierte Hinweis auf die Meinungsbildung innerhalb der Bürgerschaft. So sprachen sich in der Bürgerversammlung am 22.09.2015, 44+31 Anwesende für eine Sanierung der Bestandshalle mit bzw. ohne Hallenanbau aus, und 69 Anwesende votierten für den Neubau einer Mehrzweckhalle. Ein noch eindeutigeres Ergebnis erbrachte die am 23.11.2015 stattgefundene Podiumsdiskussion mit anschließendem Bürgerworkshop; hierin sprachen sich 53 für eine Hallensanierung inklusive der Errichtung einer Kaltlufthalle aus und 34 votierten für einen Neubau einer Mehrzweckhalle auf dem Grundstücken hinter der Kita/Schule. Auf die jüngste Berichterstattung im Zusammenhang mit der Besichtigung einer Kaltlufthalle in der Stadt Marbach in der Amtsblattausgabe am 29.01.2016, wird ergänzend hingewiesen.  

Der bei der Gemeinde verbleibende Finanzierungsaufwand von 800.000 € bei der der Sanierung der jetzigen Halle und Neubau einer Kaltlufthalle würde sich auf 800.000 € beziffern, und wäre daher deutlich günstiger als ein Hallenneubau, welcher einen verbleibenden Finanzierungsaufwand von  mindestens 1.850.000 € mit sich bringen würde.. Der deutliche Unterschied resultiert aus dem Erhalt von Zuschüssen aus dem Landessanierungsprogramm und im Falle der Sanierung der Halle und dem Neubau einer Kaltlufthalle von der zweimaligen Gewährung von Zuschüssen aus dem Ausgleichstock. Neben der fiskalischen Betrachtungsweise, welche eindeutig für die Sanierung der jetzigen Gemeindehalle und zugleich für den Neubau einer Kaltlufthalle spricht, wäre mit dieser Maßnahme auch eine größere nutzbare „Spielfläche“ erreicht. So könnten alle Ballspielgruppen (Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Tennis, etc.) nahezu ganzjährig die deutliche größere und hierfür auch geeignete Kaltlufthalle (40x20m) nutzen, und würden hierdurch die Hallenkapazität in der Turn-und Festhalle (24x12 m) deutlich entlasten, insoweit bestände zukünftig Raum in der Bestandshalle für neue Sportarten wie z.B. Tischtennis oder weitere Gymnastikgruppen. 

Der 1. Vorsitzende des TSV Altdorf, Herr Matthias Bader, wies zunächst auf die derzeitigen Defizite bei der jetzigen Gemeindehalle hin. So sind neben Kapazitätsproblemen auf Grund der beengten Räumlichkeiten keine ausreichenden Umkleide- und vor allem keine Duschräume vorhanden. Zudem befinden sich die Turngeräte auf zwei Ebenen und sind nur unter hohem Zeitaufwand und mitunter auch unter großen Mühen in der Gemeindehalle bereitzustellen. Auch auf eine recht lange Ausfallzeit, bedingt durch Sanierungsarbeiten in der Halle, wies der Vorsitzende des TSV hin. Diese Erkenntnisse haben eben in der Vergangenheit dazu geführt, dass auch die Verantwortlichen im TSV Altdorf stets für einen Hallenneubau plädierten. Im Laufe der Diskussion habe sich aber gezeigt, dass eine Halle in der Größe von 25x18 m (Spielfeld) wie sie bislang angedacht worden ist, nur unmerklich das Kapazitätsproblem behebt, da trotz Abteilung dieser Halle zu geringe Spielflächen vorhanden sind. Eine noch größere Halle könne man aber unmöglich der Gemeinde abverlangen, da die hiermit verbundenen Ausgaben von der Gemeinde nicht zu finanzieren sind. Insoweit war auch die Vereinsspitze über den in der Podiumsdiskussion eingebrachten Vorschlag, die Errichtung einer Kaltlufthalle als ergänzende Halle zu prüfen, dankbar und hatte daher an der Besichtigungsfahrt in die Stadt Marbach teilgenommen. Die dortige Halle und die Ausführungen des Bürgermeisters aus Marbach haben restlos überzeugt, so dass auch die Vereinsleitung des TSV Altdorf zu der Überzeugung gekommen ist, dass die Errichtung einer Kaltlufthalle mit Ausmaßen von 40 x 20 m (Spielfeld) auf dem Sportgelände „Altdorfer Wasen“ und im Anschluss hieran dann die Bestandshalle zu sanieren für die Gemeinde Altdorf richtig und zukunftsweisend ist.  

Sowohl was den Mehrwert an Nutzfläche als auch die von der Verwaltung gegenübergestellten Kosten der beiden möglichen Alternativen anbelangt, ist nun die Entscheidung vorgezeigt. Gemeinderat Manfred Butz wies in seinen weiteren Ausführungen deshalb darauf hin, dass auch eine Bebauungsplanänderung des dortigen Bebauungsplanes „Sportgelände“ notwendig werden wird und man hierfür alsbald einen Planungsauftrag zu vergeben hat. Gemeinderat Stefan Röper, der sich sowohl in seiner Funktion als Gemeinderat als auch als in seiner Position als 1. Vorsitzender des Sängerbundes zu diesem Thema äußerte machte deutlich, dass er ebenfalls sehr glücklich über die nunmehr gefundene Lösung ist, da einerseits dem Sport mehr Raum eingeräumt wird, und andererseits die Halle, welche über eine stationäre Bühne verfügt, den Kulturtreibenden in der Gemeinde Altdorf in der vorhandenen Art zur weiteren Nutzung überlassen bleibt. Er, so weiter GR Röper, ist sich sicher, dass auch in einem zweiten Schritt, wenn die Gemeindehalle saniert worden ist, hier ein gutes Ergebnis erzielt werden wird. Gemeinderat Christoph Wenzelburger wies in seinen Ausführungen auf die Notwendigkeit dieser Diskussion und vor allem, das Hinterfragen weiterer Alternativen, und dies von Beginn an, hin. Ohne diese breite Aussprache wäre man niemals auf die jetzige Lösung gekommen, die durchaus auch seiner Meinung nach sehr zukunftsfest für die Gemeinde Altdorf ist, und dies war ihm stets in dieser Sache ein wichtiges Anliegen. Die Ausführungen von Gemeinderat Dieter Kittelberger machten deutlich, dass es sich heute lediglich um eine Grundsatzentscheidung handelt. Über Detailfragen in Sachen Kaltlufthalle müsse man durchaus noch nachdenken und die eine oder andere Halle, welche vor wenigen Jahren errichtet worden ist, noch in Augenschein nehmen. In der weiteren Diskussion wurde ebenso deutlich, dass man auch aus Praktikabilitätsgründen zunächst das Projekt „Errichtung einer Kaltluftsporthalle“ auf dem Altdorfer Wasen angehen müsse und dann, nach Abschluss dieser Bauarbeiten, in den darauffolgenden Jahren, die Sanierung der jetzigen Bestandshalle zu erfolgen hat, da hierdurch dann in den Sanierungszeiten, in welcher die Halle nicht genutzt werden kann, weniger Druck auf dem Zeitplan der Sanierung lastet. Insoweit wurde ein einstimmiger Grundsatzbeschluss vom Gremium gefasst und die Verwaltung mit entsprechenden Planungs- und Arbeitsaufträgen beauftragt. 

Planungsleistungen zum Breitbandausbau

Nachdem die Gemeinde Altdorf bereits seit über drei Jahren über eine bestehende Glasfaseranbindung, ausgehend vom Netzknoten in der Gemeinde Neckartenzlingen bis hin in die drei im Ortsnetz vorhandenen DSLAM verfügt, hat sich die Gemeindeverwaltung mit dem vom Landkreis Esslingen beauftragten Ingenieurbüro Geodata, welches vor kurzem eine Gesamtschau für alle Gemeinden innerhalb des Landkreises Esslingen hinsichtlich der bestehenden Datenleitungen erarbeitet hat, in Verbindung gesetzt, und ein Angebot für die Klärung der Ausbaurahmenbedingungen bzw. der Erstellung eines Ausbau- und Erschließungskonzeptes, verbunden mit einer Grobkostenschätzung hinsichtlich der örtlichen Datenleitungen, in Verbindung gesetzt. Die Firma Geodata aus Westhausen, die auf Grund der vorgenannten landkreisweiten Untersuchung über Grunddaten von der Gemeinde Altdorf, was den Breitbandstand anbelangt, verfügt, würde solch eine Vorausschau mit einer Kostenschätzung für die Gemeinde Altdorf zum Preis von rund 4.600 € erarbeiten; weist in ihrem Angebot, welches der Informationsvorlage als beigefügt war.  

Im Gremium herrschte nach einem regen Meinungsaustausch Einvernehmen vor, dass in Anbetracht der hiermit verbundenen beachtlichen Kosten und dem hieraus zu erzielenden Nutzen, welches solch ein Ergebnis zum jetzigen Zeitpunkt für die Gemeinde Altdorf erbringt, gegenwärtig man von solch einer Beauftragung absieht.  

Letzte Änderung: Mittwoch, 17.02.2016   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf