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18.10.2016 Aus dem Gemeinderat

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Altdorf am 18. Oktober 2016 konnte Bürgermeister Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten auch einige interessierte Zuhörer im Sitzungssaal begrüßen. 

Bekanntgaben

Mittels eines kurzen Referates informierte die Verwaltung die Ratsmitglieder über den Verlauf der Umsetzung der im Rahmen des Landessanierungsprogrammes gestellten Anträge und der nunmehr zur Abrechnung kommenden Zuschussmaßnahmen betreffend dem Programmjahr 2016 in Höhe von 114.000 €. Weiterhin wurden die Ratsmitglieder über ein im September stattgefundenes Gespräch beim Regierungspräsidium Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart im Hinblick auf die zukünftige bauliche Entwicklung in den Gemeinden im Verwaltungsverbandsgebiet Neckartenzlingen informiert. An diesem sehr wichtigen und ausführlichen Gespräch nahmen alle Bürgermeister des Verbandsgebietes Neckartenzlingen teil. Ausgangspunkt dieses Gespräches war die mehr als bescheidene Möglichkeit der baulichen Entwicklung gerade für Kommunen mit geringen Einwohnerzahlen, die kaum eine Perspektiven haben. Auch wenn es nicht einfach werden wird, entsprechende zukünftige Bauflächen generieren zu können, so wurden doch einige nicht hoffnungslose Aussichten den Kommunalvertretern aufgezeigt. Mit diesen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen wird sich das Gremium in den nächsten Monaten auseinandersetzen. Zuletzt gab die Verwaltung den diesjährigen Holzverkaufstermin bekannt, er findet am 02.11.2016 statt. Schlussendlich berichtete Bürgermeister Kälberer über ein Geschenk, welches die Gemeinde Altdorf anlässlich des 35jährigen Betriebsjubiläums der Elektrofirma Leitenberger, erhalten hat. Es handelt sich um eine Albliege, die in der Nähe des Wasserhochbehälters aufgestellt werden wird; von dort hat der Betrachter einen tollen Blick über Altdorf hinweg. 

Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 2017

Der in der Sitzung anwesende Revierförster Jürgen Ernst erläuterte den diesjährigen Holzeinschlag, welcher zum großen Teil im Schlegelhölzle stattfindet. Weiterhin sind auch Bestände im Pfaffenwald, die geschädigt sind, mit enthalten. Zum größten Teil wurde der Hiebeinschlag auf Grund der vorhandenen freien Kapazitäten der Waldarbeiter bereits angegangen. Schlussendlich informierte Revierförster Herr Ernst über die im Pfaffenwald noch vorzunehmenden Pflanzungen von 350 Douglasien. Im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte, erkundigte sich Gemeinderat Christoph Wenzelburger bei Revierförster Ernst nach der Sinnhaftigkeit der Aufforstung des Gemeindewaldes mit Nadelgehölzen. Revierförster Ernst informierte über die unterschiedlichen Wachstumsraten zwischen Nadelhölzern und Laubhölzern und machte deutlich, dass vor allem die Douglasie, wirtschaftlich betrachtet, eine sehr interessante Baumart ist, die ihre Verwendung in der Bauindustrie findet. Ob die durch den Holzeinschlag vorhandenen Schäden, den Wald nachhaltig beeinflussen, fragte Gemeinderat Marc Kulow an. Dies wurde vom Revierförster verneint, da man schon innerhalb weniger Jahre erkennen kann, dass auch witterungsbedingt einmal vorhandene größere Schäden, alsbald nicht mehr sichtbar sind.  

Nach einigen weiteren Nachfragen aus der Mitte des Gremiums, wurde dem Nutzungs- und Kulturplan für das Forstwirtschaftsjahr 2017, welches ein ausgeglichenes betriebswirtschaftliches Ergebnis vorsieht, zugestimmt. 

Flüchtlingsbetreuung in der Gemeinde Altdorf

Bürgermeister Kälberer begrüßte die Sprecherin des Arbeitskreises Asyl, Frau Bettina Kittelberger, und erinnerte zunächst an die im September 2015 stattgefundene Bürgerversammlung in der Turn- und Festhalle. In dieser Versammlung wurde unter anderem auch die Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde Altdorf thematisiert. Frau Bettina Kittelberger informierte in ausführlicher Form über die Aktivitäten des seit Frühjahr 2015 sich gegründeten Arbeitskreis Asyl. Waren damals 10 Personen bereit mitzuhelfen, sind mittlerweile rund 27 Personen vorhanden. Zahlreiche ehrenamtliche Stunden werden auf die Sprachkompetenz verwendet. Zeitraubend ist aber auch die Begleitung der Flüchtlinge auf Ämter bzw. die Mithilfe beim Ausfüllen der verschiedensten Antragsformulare. Auch die Kinderbetreuung spielt bei dem einen oder anderen Paar eine wesentliche Rolle. Die viele Arbeit und große Mühe lohnt sich durchaus, so die Erfahrung von Frau Bettina Kittelberger, könne man doch anhand konkreter Beispiele in der Gemeinde Altdorf nachweisen, dass man schon mehrere Familien integriert habe.  

Stellvertretend für die Ratsmitglieder bedankte sich GR Manfred Butz für die tolle Arbeit, die dieser Helferkreis leistet; zum einen kommt dies natürlich in erster Linie den Flüchtlingen und Asylbewerbern zu Gute und zum Anderen entlastet es aber auch die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Altdorf in erheblichem Maße. Auch Bürgermeister Kälberer schloss sich diesem Dank an und sagte auch weiterhin die Unterstützung der Gemeindeverwaltung dem Arbeitskreis „Asyl“ zu. 

Abschluss eines Fundtiervertrages mit dem Tierheim Nürtingen/Frickenhausen

Nachdem der Tierschutzverein Esslingen vor rund zwei Jahren das Vertragsverhältnis mit zahlreichen Kommunen, darunter auch die Gemeinde Altdorf, hinsichtlich der Verwahrung und Pflege von Fund- und Verwahrtieren einseitig aufgekündigt hat, war nun ein dringender Handlungsbedarf, was den Abschluss eines neuen Vertrages mit einem Tierschutzverein anbelangt, gegeben, da die Einzelfallabrechnungen von sämtlichen Tierschutzvereinen in der näheren und weiteren Umgebung abgelehnt worden ist. Der Tierschutzverein Nürtingen/Frickenhausen hat dem hiesigen Raum, darunter auch der Gemeinde Altdorf, einen Vertragsentwurf zugesandt. Gemeinderätin Michaela Pohl sah auf Grund der bescheidenen Unterbringungsmöglichkeiten, über die der Tierschutzverein Nürtingen/Frickenhausen verfügte, den Abschluss eines solchen Vertrages mit diesem Verein sehr kritisch, bedingt dies doch, dass sicherlich ein Großteil der Fundtiere nach Stuttgart verbracht werden müssen. Auch wenn der Tierschutzverein Esslingen höhere Entgelte verlangt, befindet er sich doch bedeutend näher zur Gemeinde Altdorf und wäre daher ihrer Meinung nach der bevorzugte Vertragspartner. 

Die wirtschaftlichen Gründe waren für zahlreiche Ratsmitglieder, wie ebenso für die Verwaltung hier ausschlaggebend, so dass nach weiterer Aussprache im Gremium sich dieses mehrheitlich einig darüber war, mit dem Tierschutzverein Nürtingen/Frickenhausen einen Fundtiervertrag abzuschließen.  

Neufassung zur Satzung des Kostenersatzes für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Altdorf

Auf Grund der gesetzlichen Änderungen und der hiermit verbundenen Vorgaben für die Abrechnung von eingesetzten Feuerwehrfahrzeugen bei kostenpflichtigen Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr musste die örtliche Satzung zur Regelung des Kostenersatzes für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Altdorf geändert bzw. neu gefasst werden. Konkret hatte die Verwaltung nunmehr auch die Personalkosten zu kalkulieren. Anhand der in den letzten drei Jahren angefallenen Personalkosten, wurde die Kalkulation von der Verwaltung vorgetragen, die schlussendlich zu einem Personalkostensatz von 18,14 € pro Stunde führte. Nach Rücksprache und Beantwortung einzelner Fragen wurde sowohl der Kalkulation als auch dem Satzungsentwurf einstimmig zugestimmt. 

Bausache

Der einzigen, an diesem Abend zu behandelnden Bauangelegenheit wurde das kommunale Einvernehmen erteilt. 

Letzte Änderung: Mittwoch, 19.10.2016   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf