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22.07.2014 Aus dem Gemeinderat

Zur ersten Arbeitssitzung des neu konstituierten Gemeinderates der Gemeinde Altdorf begrüßte am 22. Juli 2014 Bürgermeister Kälberer recht herzlich die Ratsmitglieder und ebenso den einzig im Saal anwesenden Bürger. 

Bekanntgaben

Mittels einer Übersicht informierte Bürgermeister Kälberer über die im Spätfrühjahr diesen Jahres stattgefundenen Geschwindigkeitsmessungen, sowohl in der Kirchstraße als auch in der Neckartailfinger Straße und in der Neckartenzlinger Straße. Nur zwei Fahrzeuglenker überschritten die jeweilige zulässige Höchstgeschwindigkeit. Des Weiteren wurden die Ratsmitglieder über die Betreuungssituation der Kindertagespflege (Tagesmütter) in den Jahren 2013 und bis zum Sommer 2014 informiert; auch wenn die Betreuungszahlen nicht besonders hoch sind, wurde anhand der Statistik deutlich, dass auch in der Gemeinde Altdorf ein entsprechender Bedarf hierfür vorhanden ist. Schlussendlich wurde unter diesem Tagesordnungspunkt noch über die im nächsten Herbst stattfindende kleinere Aufforstung am Rande des „Verbrannten Wäldles“ und über das kürzlich mit dem Elternbeirat und den Elternvertretern der Grundschule stattgefundenen Informationsgespräches hinsichtlich der anstehenden Generalsanierung der Grundschule „alter Schulhaustrakt“, informiert. 

Fortschreibung des Nahverkehrsplanes/Neuordnung der ÖPNV Finanzierung

Den Kommunen ging vor kurzem der Entwurf der zweiten Fortschreibung des Nachverkehrsplanes für den Landkreis Esslingen im Rahmen des Anhörungsverfahrens durch den VVS zur Stellungnahme zu. Als Aufgabenträger nach dem ÖPNV Gesetz, sind die Landkreise für die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im ÖPNV Verbund zuständig. Im Hinblick auf die Umsetzung der EU-Verordnung aus dem Jahr 2007 und des neuen Personenbeförderungsgesetzes, muss dabei der Landkreis Esslingen künftig stärker definieren, welcher Verkehr eine ausreichende Verkehrsbedienung darstellt. Daraus resultiert ebenfalls, dass der Landkreis Esslingen seinen Nahverkehrsplan fortzuschreiben hat. Dabei wurde das Linienbündelkonzept als Bestandfall des Nahverkehrsplanes aktualisiert und den Kommunen vorgestellt. Die für die Gemeinde Altdorf etwaig betreffenden Änderungen sind im Bündel 10 „Verkehrsraum Nürtingen – Neckartenzlingen“ dargestellt und gingen den Ratsmitgliedern mit der Sitzungspost zu. Von den Verkehrsplanern ist angedacht, dass die Gemeinde Altdorf aus der Linie 188 herauszulösen ist, und eine neue Linienführung über die Vorstadt der Gemeinde Neckartailfingen Richtung Neckarhausen und ggf. Raidwangen nach Nürtingen aufzubauen wäre. Die Ratsmitglieder, Gemeinderätin Michaela Pohl und Gemeinderat Pascal Stephan sahen hierin zwar einzelne Vorteile, vor allem eine zügigere Streckenführung als über die stets überlastete B 297 im Neckartal, und den dort vorhandenen Rückstau, vor allem in den Hauptverkehrszeiten, dies auch wegen der kürzlich eingeführten Temporeduzierung in Neckarhausen, dennoch überwiegen die Nachteile, die sich aus solch einem neuen Linienverbund ergeben würden. So müssten die Altdorfer Bürgerinnen und Bürger, die in der Nachbargemeinde Neckartailfingen einkaufen oder zum Arzt oder zur Apotheke gehen, von der Liebenauschule aus den Weg in den Ortskern fußläufig zurücklegen, welches gerade für ältere Menschen sehr beschwerlich ist. Auch wurden zu Recht kritische Fragen hinsichtlich der Befahrbarkeit dieser Verbindungsstraße zwischen Neckartailfingen und Neckarhausen mit einem Busverkehr geäußert; dies gilt in noch höherem Maße für die Überquerung der Bahnlinie auf Markung Neckarhausen. Zudem würde durch solch eine neue Buslinie die Anbindung nach Neckartenzlingen, die ebenfalls für die Altdorfer Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig ist, sicherlich eingeschränkt werden. Insoweit widersprach daher das Gremium einmütig dieser neuen Konzeption und besteht darauf, die bisherige Linie 188 so weiter fortzuführen. Einige detaillierte Verbesserungsvorschläge zur Linie 188 wurden in der weiteren Aussprache ebenfalls dargelegt, die die Verwaltung im Rahmen der Stellungnahme an die Fachleute weiterreichen wird. Gemeinderat Manfred Butz wies auf die vor der Altdorfer Haustüre verlaufende Linie 196/2 hin, welche am Bahnhof Bempflingen endet bzw. beginnt. Mit einer kleinen Änderung, so Gemeinderat Manfred Butz, könnte diese Linie auch für die Altdorfer Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht werden. Auch dieses wird in der Stellungnahme angeregt werden. Für alle Ratsmitglieder war es darüber hinaus ein wichtiges Anliegen, die vorhandene Linie 190, welche von Neckartenzlingen über Altdorf und Neckartailfingen nach Aichtal und in der weiteren Folge an den S-Bahn Anschluss in Bernhausen anknüpft, in dieser Art und Weise aufrecht zu erhalten. 

Zukünftige Meterholzbestellungen

Der Vorschlag, eingereicht von Revierförster Jürgen Ernst, darüber zu beraten, ob auch zukünftig noch eine Meterholzbestellung (Beigholz) möglich sein soll wurde im Gremium besprochen. Gemeinderat Dieter Kittelberger wies darauf hin, dass auch im vergangenen Jahr eine Nachfrage – 69 Raummeter wurden bestellt und verkauft – besteht und insoweit sollte, solang solch ein Interesse vorhanden ist, hieran festgehalten werden. Einig war sich das Gremium aber auch darin, dass, sollten die Preise für die Aufarbeitung des Beigholzes nicht mehr auskömmlich sein, diese eben anzupassen sind.  

Bausache

Dem einzig an diesem Abend zu behandelnden Bauantrag, Neubau eines Güllebehälters auf einem landwirtschaftlichen Grundstücksanwesen, wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt.   

Letzte Änderung: Mittwoch, 23.07.2014   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf