Startseite  |  Seitenverzeichnis  |  Kontakt  |  Impressum

25.07.2017 Aus dem Gemeinderat

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates der Gemeinde Altdorf vor der Sommerpause am 25. Juli 2017, konnte Bürgermeister Kälberer, neben den Damen und Herren Gemeinderäten auch die Schulleiterin Frau Eva Waibel, die Kindergartenleiterin Frau Ruth Weisser und die Mitarbeiterin in der Kernzeitenbetreuung Frau Andrea Glaser sowie mehrere interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern im Bürgersaal der Gemeinde Altdorf recht herzlich begrüßen. 

Bekanntgaben

Unter anderem wurden unter diesem Tagesordnungspunkt die Ratsmitglieder über die Rücknahme einer Bauvoranfrage im Hinblick auf die Errichtung eines Wohngebäudes im Garten eines in der Bahnhofstraße befindlichen Grundstückes informiert und ebenso über den vor kurzem vom RP Stuttgart eingegangenen Hinweis, dass auf Grund des vorhandenen Automatismus zwischen der Fachförderung und dem Ausgleichstock in diesem Jahr auch keinen positiven Bescheid im Hinblick auf den ebenfalls eingereichten Ausgleichstockzuschusses in Sachen Neubau einer Kaltlufthalle geben wird. Dies hat weder den Gemeinderat noch die Gemeindeverwaltung überrascht. Ein erneuter Antrag sowohl bei der Fachförderung (Sportstättenbau) als auch beim Ausgleichstock, wird im Herbst diesen Jahres wieder für das Programmjahr 2018 eingereicht werden. 

Schulbedarfsplanung und Kernzeitenbetreuung

Ausgelöst durch eine Mitteilung der Schulleiterin hinsichtlich der Anmeldung von vier Kindern in benachbarten Grundschulen auf Grund dort vorhandener verlängerten Betreuungszeiten, verbunden mit einer Jahrgangsschwachen Geburtenzahl, wird voraussichtlich für das kommende Schuljahr erstmals wieder nach längerer Zeit eine kombinierte Klasse (1. und 2. Klasse) zu bilden sein. Darüber hinaus wird befürchtet, dass dieses Beispiel in den nächsten Jahren Schule machen könnte mit der Folge, dass auch zukünftig kombinierte Klassen gebildet werden müssen und dass dadurch die Attraktivität der Grundschule Altdorf zurückgehen wird. Dieser Entwicklung könnte man durch eine deutlich längere Kernzeitenbetreuung, bislang ist eine Betreuung von 7.00 Uhr bis Schulbeginn und von 12.00 bis 14.00 Uhr inklusive eines Mittagessens vorhanden, entgegensteuern. 

Auf Grund dessen hat die Verwaltung was die Geburten- als auch die Jahrgangszahlen der nächsten Jahre anbelangt eine Übersicht erstellt und auch über die Erfahrungen der Kindertagesstätte, die Betreuungszeiten von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr, früher sogar bis 17.00 Uhr, berichtet. Den Geburtenzahlen kann deutlich entnommen werden, dass in den nächsten Jahren, auch wenn einzelne Kinder in anderen Grundschulen betreut werden, kaum kombinierte Klassen gebildet werden müssen, da Jahrgangszahlen von rund 20 Kinder vorhanden sind. Zudem, so in der jüngsten Vergangenheit zumindest, gewinnt die örtliche Grundschule, auch Kinder aus benachbarten Gemeinden, meist auf Grund einer Betreuung schon im örtlichen Kindergarten. Nichtdestotrotz hat sich die Gemeindeverwaltung ebenfalls Gedanken über eine verlängerte Kernzeitenbetreuung gemacht und führte die hiermit verbundenen Ausgaben den Ratsmitgliedern vor Augen, die auf Grund eines notwendigen qualitativen Angebotes deutlich ansteigen würden und dies ohne die Anpassung der vom Land gewährten Zuschüsse, die seit einigen Jahren eingefroren sind. Die Schulleiterin Frau Eva Waibel wies in ihren Ausführungen darauf hin, dass die Aufnahme von auswärtigen Kindern in der örtlichen Grundschule sich nicht immer einfach gestaltet, da die Eltern entsprechende Gründe darlegen müssen, so dass diese vom Schulamt auch akzeptiert werden; dieses Unterfangen ist nicht immer einfach. Die Kindergartenleiterin Frau Ruth Weisser machte anhand der nunmehr jahrelang gemachten Erfahrungen deutlich, dass eine Ausweitung der Kernzeiten nicht unbedingt mit einem Zugewinn von Schülerinnen und Schülern einhergeht, da die Nachmittagszeiten im örtlichen Kindergarten zwar notwendig sind aber in der Anzahl sehr schwach nachgefragt wurden und werden. Nichtdestotrotz ist sie davon überzeugt, dass zumindest mittelfristig, sich auch die Betreuungszeit bei der Kernzeitenbetreuung erweitert werden müssen.  

Auch wenn die Gemeinde Altdorf weitere Gelder im Hinblick auf eine verlängerte Betreuungszeit im Rahmen der Kernzeitenbetreuung in die Hand nehmen muss, war es für Gemeinderat Christoph Wenzelburger wichtig, dieses Signal auszusenden, da er an einer attraktiven örtlichen Grundschule festhalten möchte. Auch Gemeinderätin Michaela Pohl und Gemeinderat Marc Kulow, sehen solch einen Bedarf, möchten aber, wie von der Verwaltung bereits vorgeschlagen, zunächst das Ergebnis einer im Herbst diesen Jahres durchzuführenden Umfrage in der Elternschaft abwarten. Auch wenn man an diesem wichtigen Thema dran bleiben muss, so war die einhellige Auffassung des Gremiums, dass solch einen Beschluss nicht übers Knie gebrochen werden soll und man zunächst die Meinung der Elternschaft zu verlängerten Öffnungszeiten und der hiermit verbundenen Gebühren in Erfahrung bringen möchte, um dann, basierend auf solch gesicherten Erkenntnissen, eine Entscheidung betreffend einer Verlängerung des Kernzeitenangebots treffen zu können. Insoweit wurde die Verwaltung beauftragt, in Absprache mit dem Gremium und den Elternbeiräten der Schule und des Kindergartens, bereits unmittelbar nach den Ferien, eine dezidierte Umfrage für den Herbst diesen Jahres vorzubereiten, so dass Erkenntnisse hieraus bereits im Rahmen der Haushaltsplanberatung 2018 eingebracht werden können und gegebenenfalls Veränderungen für das Schuljahr 2019/2020 schon frühzeitig im kommenden Jahr kommuniziert werden können. 

Gebührenanpassung für die Ferienbetreuung von Grundschülern/innen

Die Ferienbetreuung der Schülerinnen/Schüler in den Herbst- und Osterferien verzeichnet einem stetigen Zuwachs; dies bedingt aber auch einen umfänglicheren Personaleinsatz und damit verbunden ist ein höherer kommunaler Abmangel. Die Verwaltung hat daher, basierend auf einer Ferienbetreuung in der Woche vor den Osterferien, eine finanzielle Nachbetrachtung vorgenommen und ist zu der Erkenntnis gelangt, dass die Gebühren für die fünfstündige Betreuungszeit von derzeit von 10 € auf 12 € und die Gebühren für die siebenstündige Betreuungszeit von derzeit 14 € auf 16 € zu erhöhen ist.

Diesem stimmte das Gremium nach kurzer Aussprache einstimmig zu; die entsprechenden Anmeldeformblätter werden alsbald von der Verwaltung angepasst, so dass eine Ferienbetreuung für die Herbstferien zu Ende der Sommerferien sowohl auf der Homepage der Gemeinde Altdorf, als auch im Amtsblatt eingestellt werden können.

Gebührenanpassung in der Kindertagesstätte

Basierend auf dem Rechnungsergebnis des Jahres 2016 wurde festgestellt, dass aus unterschiedlichen Gründen die Ausgaben in der Kindertagesstätte auf nunmehr fast 600.000 € angestiegen sind; die Elternbeiträge dagegen stagnieren mit einem Gesamtaufkommen von 102.000 €. Darüber hinaus haben vor Kurzem die Landes- und Kirchenverbände auf Grund der nunmehr zum Tragen gekommenen Tariferhöhung eine Anpassung der KiTa-Gebühren im Kindergartenjahr 2017/2018 um 8 % und in der Folge im Kindergartenjahr 2018/2019 um weitere 3 % vorgeschlagen. Die Verwaltung hatte daher einen Vorschlag zu einer 5 %igen Gebührenanpassung betreffend dem Kindergartenjahr 2017/2018 ausgearbeitet und diesen in der Sitzung erläutert. Dieser Vorschlag wurde auch dem Elternbeirat der Kindertagesstätte zugesandt, welcher mittlerweile auch eine Rückmeldung gegeben hat; diese wurde den Ratsmitgliedern ebenfalls bekannt. 

Dass Gebührenanpassungen auf Grund der gestiegenen Kosten unumgänglich sind, wurde von den Ratsmitgliedern nicht in Frage gestellt. Gemeinderat Christoph Wenzelburger plädierte erneut, einen Grundsatzbeschluss für zukünftige Gebührenanpassungen, beispielsweise an den Vorgaben der Landes- und Kirchenverbänden oder aber an den Lebenshaltungskosten zu fassen, so dass sowohl die Elternschaft als auch die Gemeinde hier verlässliche Planungsgrößen haben. Auch aus Sicht der Verwaltung hat solch ein Grundsatzbeschluss durchaus Charme, sollte aber mit allen Beteiligten im Vorfeld einer Beschlussfassung im Gremium erörtert werden, gerne kann dies die Verwaltung, sofern das Gremium mehrheitlich dem zustimmt, auch für die nächste Zukunft vorbereiten, nicht aber in heutiger Sitzung beschließen. Nach einem weiteren Meinungsaustausch wurde dem Vorschlag der Verwaltung die Gebühren ab dem 01. September 2018 um 5% zu erhöhen einstimmig zugestimmt

Bausachen

Allen an diesem Abend zu behandelnden Bauangelegenheiten wurde das kommunale Einvernehmen erteilt. 

Letzte Änderung: Mittwoch, 26.07.2017   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf