
Joachim Kälberer
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Spitalhof 1, 72655 Altdorf
Weitere Meldungen
Gemeinderatsbericht vom 15.09.2026
Zur ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause am 15.09.2026 konnte Bürgermeister Joachim Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten im Bürgersaal des Bürgerzentrums auch zahlreiche Zuhörer/innen begrüßen. Als zugeladene Sachverständige begrüßte Bürgermeister Kälberer Herrn Gernot Schillinger von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, Herrn Jürgen Hauk vom Kreisjugendring Esslingen und den Jagdpächter Herrn Klaus Bader.
Bekanntgaben
Aus letzter Sitzung vom 14. 07.2026 wurde berichtet, dass das Gremium eine Personalentscheidung getroffen und von der Abrechnung des Baugebietes „Oberer Liesäcker – Gewerbegebietserweiterung“ zustimmend Kenntnis genommen hat. Weiterhin informierte die Verwaltung ebenfalls über die Ende Juli stattgefundenen Regionalverbandsversammlung des Neckar-Energie-Verbandes. Auf die Grundsteinlegung und das Richtfest am 25.09.2026 betreffend der Erweiterung des Schulgebäudes und dem Neubau der Gemeinde- und Sporthalle wurde unter diesem Tagesordnungspunkt ebenfalls hingewiesen.
Ausscheiden von Gemeinderat Benjamin Ruopp aus dem Gemeinderat und nachrücken der Ersatzperson Herr Daniel Lepple
Aufgrund einer stets angestiegenen beruflichen Belastung bat Gemeinderat Benjamin Ruopp um sein Ausscheiden aus dem Gemeinderat. Da dies ein wichtiger Grund darstellt, hat die Verwaltung bei der nächst platzierten Ersatzperson des Wahlvorschlags der „Freien Bürgerliste Altdorf“ Herrn Daniel Lepple nachgefragt, ob er dieses Amt annimmt. Er hat diesem zugestimmt und die Prüfung hat ergeben, dass auch bei ihm keine Hinderungsgründe nach Paragraf 29 der Gemeindeordnung vorliegen und insoweit konnte dieser Wechsel in der Sitzung vollzogen werden. Bürgermeister Kälberer bedankte sich sehr herzlich bei Gemeinderat Benjamin Ruopp für seine stets aktive und äußerst engagierte Mitarbeit währende den letzten drei Amtsperioden seiner Zugehörigkeit zum Gemeinderat der Gemeinde Altdorf. Neben seinen sachkundigen Beiträgen hat er auch zusätzliche Aufgaben wie die Funktion des Schulbeirates und die beiden stellvertretenden Beisitzerfunktionen im Gemeindeverwaltungsverband Neckartenzlingen und im Kindergartenbeirat mit übernommen. Mit einem Erinnerungsgeschenk wurde Gemeinderat Benjamin Ruopp verabschiedet.
Nach einer positiven Beschlussfassung durch das Gremium rückte Herr Daniel Lepple in den Gemeinderat nach, nachdem er die von Bürgermeister Kälberer vorgetragene Verpflichtungserklärung wiederholt hat wurde er per Handschlag in das Gremium aufgenommen.
Neubesetzung der Beiräte und sonstige Gremien
Aufgrund des Ausscheidens von Gemeinderat Benjamin Ruopp mussten verschiedene Ämter neu besetzt werden; folgendes wurde einvernehmlich entschieden.
GR Becher wird das Amt des Schulbeirates übernehmen
GR Lepple wird stv. Beisitzer im GVV Neckartenzlingen für GR Wenzelburger
GR Lepple wird stv. Kindergartenbeirat für GR Becher
Gesellschaftliches Engagement – Bürgerstiftungen im Landkreis Esslingen – Gründung einer Bürgerstiftung Altdorf
Eine Stiftung zu gründen ist nicht einfach und mit einem erheblichen logistischen und auch mit einem sehr zeitintensiven Aufwand verbunden. Dieser umfasst insbesondere die Ausarbeitung einer Stiftungssatzung, die Abstimmung mit den zuständigen Behörden sowie die langfristige Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Stiftungsverwaltung und insoweit hat, obwohl kommunale Stiftungen das bürgerschaftliche Engagement stärken, die Verwaltung bislang solch ein Vorhaben nicht aufgegriffen. Bürgermeister Kälberer berichtete aber weiter, dass vor Kurzem die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Esslingen ein Programm „gemeinsam Zukunft gestalten – Förderung der Bürgerstiftung im Landkreis Esslingen“ injiziert hat. Mit dieser Konzeption verbunden ist eine sogenannte Treuhandstiftung; d. h. die Kommune ist „lediglich“ Initiator und Unterstützer solch einer Bürgerstiftung. Die Sparkasse steht für die fachliche Stifterberatung zur Verfügung. Gemeindeverwaltung und Gemeinderat haben administrativ hiermit keinen Aufwand, die Bürgerstiftung erhält ein kompetentes Backoffice für komplexe Fälle und einen starken Marketingpartner. Zudem würde die „Bürgerstiftung Altdorf“ mit einem einmaligen Betrag in Höhe von 5.000 € von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen bei der Neugründung einer kommunalen Bürgerstiftung unterstützt werden; weitere 5.000 € sind jedoch aus der Bürgerschaft aufzubringen, da ein Mindestbetrag je Bürgerstiftung in Höhe von 10.000 € als Stiftungskapital vorgegeben ist.
Herr Gernot Schillinger von der Kreissparkasse Esslingen/Nürtingen erläuterte in der Sitzung mittels einer sehr informativen PowerPoint-Präsentation die Ziele und den Zweck sowie die Führung solch einer Stiftung unter dem Dach der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen in anschaulicher Weise. Verschiedene kommunale Stiftungen wurden bereits in der Vergangenheit gegründet. Ergänzend zu den bereits genannten Vorteilen wies er darauf hin, dass wenn einmal eine kommunale Bürgerstiftung besteht, es zukünftigen Stiftern, was eine Zustiftung anbelangt deutlich vereinfacht wird, als wenn solch eine Möglichkeit im Ort noch nicht vorhanden ist.
Gemeinderat Helmut Wick erkundigt sich nach der Art der Geldanlagen und der hiermit verbundenen Verzinsung. Herr Gernot Schillinger wies darauf hin, dass hierfür die strengen kommunalen Haushaltsvorschriften gelten und insoweit nur geringe Vermögensanteile in Aktien angelegt werden, dennoch ist es auch den letzten Jahren gelungen eine Verzinsung von 2,5 % des eingesetzten Kapitals zu erreichen. Gemeinderat Severin Becher machte deutlich, dass es sicherlich einer längeren Wegstrecke bedarf, um hier signifikante Ausschüttungen aufgrund des geringfügigen Kapitals und der überschaubaren Gemeindegröße der Gemeinde Altdorf zu erreichen, dennoch müsse man sich einmal auf den Weg machen und auf die Frage von Gemeinderat Dietmar Kohler erläuterte Gernot Schillinger im Detail den Treuhandmechanismus und die hiermit verbundenen Akquirierung- und Verwaltungskosten, die aber aufgrund der Organisationsform gering gehalten werden können. Auch Gemeinderat Christoph Wenzelburger begrüßte diese Initiative hinterfragte aber den hiermit verbundenen Aufwand für die Verwaltung. Dieser ist marginal, wobei in der Einwerbungsphase des weiteren Kapitals sowohl die Verwaltung als auch jeder einzelne Gemeinderat gefragt ist und mitwirken sollte. Gerade deshalb sprach sich Gemeinderat Christoph Wenzelburger bereits jetzt für die Besetzung der Ämter aus, da einzuwerbendes Kapital auch Gesichter benötigt. Da aber in dieser Gemeinderatssitzung noch keine Stiftung gegründet werden kann, sondern lediglich das Gremium, die Verwaltung ermächtigt Initiativen zum Einwerben des weiter notwendigen Kapitals von 5000 € zur Gründung einer Stiftung zu ergreifen, kann auch kein Stiftungsrat benannt werden. Nach Beantwortung weiterer Fragen wurde einstimmig das Vorgehen solch eine Bürgerstiftung „Altdorf“ unter dem Dach der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen zu gründen, begrüßt und die Verwaltung beauftragt gemeinsam mit dem Gemeinderat geeignete Werbemaßnahmen zeitnah zur Einwerbung weiteres Stiftungskapitals anzugehen.
Bericht über die offene Jugendarbeit in der Gemeinde Altdorf
Die offene Jugendarbeit wird in der Gemeinde Altdorf schon seit mehreren Jahren durch den Kreisjugendring (KJR) begleitet. Herr Jürgen Hauk, Kinder und Jugendbeauftragter informierte die Ratsmitglieder mit seinem jährlichen Bericht über die vergangenen Aktivitäten und ging auch auf das vor Kurzem angebotene und stattgefundene Ferienangebot ein. Anhand einer anschaulichen PowerPoint Präsentation mit zahlreichen Bildaufnahmen wurde deutlich, dass die Arbeit von Herrn Jürgen Hauk Früchte trägt; mittlerweile sind an den Öffnungstagen bis zu 30 Stammbesucher vorhanden. Aber auch hier werden dringend engagierte junge Erwachsene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen benötigt, die die Arbeit von Herrn Hauk flankierend unterstützen, sodass das jetzige Angebot auch weiterhin aufrechterhalten werden kann. Das Gremium fand in seiner abschließenden Aussprache hierzu sehr lobende Worte für die Arbeit von Herrn Hauk.
Genehmigung der eingegangenen Spenden
Von der Spendenübersicht bezogen auf den Zeitraum 0/2026 – 07/2026 nahmen die Ratsmitglieder zustimmen Kenntnis und stimmten den hiermit verbundenen Spenden zu.
Kommunales Taubenmanagement
Zwar wurden hierüber die Ratsmitglieder in der Sitzung am 25.4.2025 bereits informiert und stimmten dem Sachbericht der Verwaltung damals zu, aufgrund einer erneuten Bitte aus der Mitte des Gemeinderates sowie flankierend durch bei der Verwaltung eingegangene Schreiben einiger Bürger und Bürgerinnen nahm die Verwaltung hierzu nochmals Stellung und wies auf folgendes hin. Verwilderte Haustauben, oder Stadttauben sind herrenlose Tiere und sind daher nicht dem Jagdrecht zugeordnet. Darum können diese Tauben auch nicht bejagt werden. Innerhalb des Ortes entfällt aufgrund der Gefährdungslage ohnehin ein jagdlicher Einsatz. Da diese Tauben auch keinen Schädlingsstatus haben, können auch keine letalen Bekämpfungsmaßnahmen, wie es z. B. bei Schadnagern möglich ist, erfolgen. Denkbare Maßnahmen im Rahmen einer freiwilligen kommunalen Aufgabenstellung, die es jedoch vorher mit dem LRA ES und ggf. den Tierschutzverbänden und Experten abzuklären wäre; sind Taubennetze, Spikes sowie betreute Taubenschläge. Inwieweit dies bei wilden Tauben überhaupt zielführend ist, war für Bürgermeister Kälberer aber äußerst fraglich, da sich ja ihr Aufenthaltsort nicht nur auf Altdorf beschränkt.
Bereits bei der letztjährigen Aussprache wies Gemeinderat Severin Becher auf ein in der Gemeinde Walddorfhäslach schon vorhandenes kommunales Taubenmanagement hin; insoweit gibt es auch kleinere Gemeinden, die sich mit diesem Thema beschäftigt und nicht nur größere Städte, wie von der Verwaltung am heutigen Abend dargelegt. Aufgrund der öffentlichen Berichterstattung konnte noch in der Sitzung darüber informiert werden, dass die Gemeinde Walddorfhäslach seit 2023 ein kommunales Taubenmanagement betreibt mit einem Kostenaufwand von rund 60.000 €. Dass es sich hier um ein Problem handelt, welches man nicht kleinreden möchte, brachte Gemeinderat Dietmar Kohler zum Ausdruck, aber zugleich machte er auch deutlich, dass er nicht bereit ist auch nur annähernd solche Summen aus Steuergeldern hierfür aufzuwenden und empfahl daher der Verwaltung sich doch bei den zuständigen Behörden über geeignete Hilfsmaßnahmen und Ausnahmegenehmigungen zu erkundigen. Die Verwaltung sagte dies zu. Sowohl Gemeinderat Helmut Wick als auch Gemeinderat Christoph Wenzelburger waren überzeugt, dass, auch wenn der derzeit Schwerpunkt der Taubenplage sich im Bereich des Gebietes „obere Liesäcker“ befindet, dies ein Problem der Gesamtgemeinde ist und insoweit wurde von Gemeinderat Christoph Wenzelburger vorgeschlagen, dass die Verwaltung auf die Bürgerinitiative zugehen soll und diese zu bitten die Dächer bei denen solche Probleme vorhanden sind und ggf. auch in der Zukunft auftreten könnte einmal zu dokumentieren und basierend hierauf eine Kostenschätzung betreffend geeigneter Abwehrmaßnahmen zu fertigen. Mit diesem Ergebnis könne man dann Gremium im Hinblick auf etwaige kommunale Zuschüsse umgehen. Auch dies wird die Verwaltung erledigen und sobald Ergebnisse und/oder neue Erkenntnisse vorliegen, dieses Thema wieder auf die Agenda einer der kommenden Sitzungen nehmen wird, sodass sich das Gremium hierüber weiter Gedanken gemacht machen kann.
Bausachen
Über drei Bauanträge hatte das Gremium an diesem Abend zu beraten; allen drei Anträgen wurde das kommunale Einvernehmen erteilt.


Andreas Keller
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