Bericht aus dem Gemeinderat

Joachim Kälberer

Joachim Kälberer

Bürgermeister

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Spitalhof 1, 72655 Altdorf

1. OG Raum: 04
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Weitere Meldungen

Gemeinderatsbericht vom 16.06.2026

Zur Gemeinderatssitzung am 16.06.2026 konnte Bürgermeister Joachim Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten im Bürgersaal des Bürgerzentrums auch einige Zuhörer/innen begrüßen. Weiterhin wurde Herr Neval Aras, Regionalmanager im Verteilernetz des Netzgebietes Mittlerer-Neckar willkommen geheißen.

Bekanntgaben

Über die mittlerweile angeschafften Tabletts für die Erzieherinnen im Kindergarten Altdorf wurde kurz berichteten und ebenfalls über die erfolgreichen Wartungsarbeiten am Plattformlift in der Kindertagesstätte. Schlussendlich wurde unter diesem Tagesordnungspunkt auch auf das diesjährige Sommerferienprogramm, welches wieder zahlreiche attraktive Angebote im Portfolio hat, hingewiesen.

Netzdialog – Jahresbericht der Netze BW für die Gemeinde Altdorf

Als Stromnetzbetreiber ist die Netze BW mit der Gemeinde Altdorf sehr stark verbunden. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Netze BW und den Kommunen ist besonders wichtig, um die Energiewende gemeinsam voranzubringen und zugleich weiterhin eine sichere, zukunftsfähige Infrastruktur zu gewährleisten.

Herr Neval Aras, Regionalmanager im Verteilnetz der Netze BW informierte anhand einer anschaulichen Präsentation über die aktuelle Situation im Stromnetz von der Gemeinde Altdorf und die zukünftigen Herausforderungen Neben den betrieblichen Themen wie Versorgungssicherheit zeigte er auch die getätigten und geplanten Investitionen im Stromnetz in und um die Gemeinde Altdorf auf, und ebenso informierte er über die Entwicklung der erneuerbaren Energien vor Ort und die Auswirkung der Energiewende und der Elektromobilität auf die Stromnetze. Beachtlich ist, dass im Jahr 2025 keinerlei Stromausfall in der Gemeinde Altdorf zu verzeichnen waren, im Bundesdurchschnitt beträgt der Stromausfall 11,6 Minuten im Jahr. Die 186 PV-Anlagen auf den Dächern der Altdorfer Gebäude speisen jährlich 961 Mwh in das Netz ein; Energie aus Biomasse gewonnen speist 1.530 Mwh in das Netz ein. Wäre die Möglichkeit gegeben, diese Stromgewinnung ausschließlichen in der Gemeinde Altdorf zu verwenden, wäre ein Autarkiegrad von 52,3 % erreicht.

Gerade an diesem Punkt setzten die Ausführungen von Gemeinderat Benjamin Ruopp an; er erkundigt sich, ob es nicht in Zukunft möglich wäre, mittels Batteriespeicher, die bei den Verteilernetzen integriert wären, diese in der Kommune gewonnene Energie zu nutzen, zumal die Laufzeiten von so manchen PV-Anlagen, was die Einspeisevergütung anbelangt sich dem Ende neigt. Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen lassen dies nichts zu, dass der Netzbetreiber solche sicherlich sehr sinnvolle Systeme aufbaut bzw. vorhält, obwohl die Technologie der Batteriespeicher derzeit einen wahren Boom entfaltet, dies aber durch private Unternehmungen.

Gemeinderat Christoph Wenzelburger wies auf die Verpflichtung der Netzbetreiber Smartmeter (intelligente Messsysteme) bis spätestens zum Jahre 2032 in jeden Haushalt einzubauen und stellte fest, dass zumindest derzeit dies aufgrund nicht ausreichender Funkverbindungen gar nicht möglich ist. So befinden sich diese Messstellen bei nahezu allen Gebäuden im Keller und dabei wird in zahlreichen Fällen festgestellt, dass dort diese Funkverbindungen gar nicht funktioniert. Dieses Problem ist dem Netzbetreiber bekannt, Herr Aras wird hierzu weitere Erkundigungen einziehen und diesbezüglich nochmals auf die Kommune zukommen.

Nach einem abschließenden Meinungsaustausch auch über bereits vorhandenen Wall- Boxen im Ort bedankte sich Bürgermeister Joachim Kälberer bei Herrn Neval Aras für diese ausführlichen und auch ortsbezogenen Informationen.

Informationen zum aktuellen Stand der noch anzufertigen Jahresabschlüsse

Aus der Mitte des Gremiums wurde immer wieder im Hinblick auf die nach wie vor ausstehenden Rechnungsabschlüsse, nach deren Bearbeitungsstand nachgefragt. Aufgrund dessen verschaffte die Verwaltung, gemeinsam mit der GVV-Verbandsverwaltung (Kämmerei) den Ratsmitgliedern einen Überblick und zeigte die Ursachen auf. Durch die Umstellung auf SAP waren einige zeitaufwendige zusätzliche Arbeiten bei den Eröffnungsbilanzen sowohl bei denen in den Gemeinden als auch beim Gemeindeverwaltungsverband selbst vorzunehmen. Des Weiteren konnten die Steuerkonten nicht automatisiert abgeglichen werden, da unterschiedliche EDV-Anwendungen (SAP Kommunen und DATEV Steuerberater) eingesetzt werden. Auch die Vorsteuerkonten waren/sind zeitaufwendig zu betrachten. Man ist mittlerweile aber auf der Zielgerade angelangt, sodass die ausstehenden Jahresabschlüsse in absehbarer Zeit fertiggestellt werden können. Hiervon nahm das Gremium Kenntnis, wenngleich vereinzelten nicht zu Unrecht Kritik geäußert worden ist; dies auch im Hinblick, ob die ausstehenden Jahresabschlüsse, so wie prognostiziert, auch in absehbarer Zeit fertiggestellt werden.

Entgeltanpassungen in der Kindertagesstätte Altdorf

Basierend auf dem vom Gemeinderat in seiner damaligen Sitzung im Juli 2018 gefassten Beschluss, den Elternbeitrag zukünftig an den Empfehlungen der Landes- und den Kirchenverbänden automatisiert anzupassen, hat die Verwaltung aufgrund dieser Vorgaben die Entgelte zum Kindergartenjahr 2026/27, ab dem September 2026 um 4,5 % angepasst. Die Erhöhung berücksichtigt die Tarifsteigerungen und die allgemeinen Kostensteigerungen. Mittels zweier Übersichten wurde über die angepassten Beträge informiert. Hiervon nahmen die Ratsmitglieder Kenntnis.

Beitritt zum Klimamobilitätsplan des Landkreises Esslingen

Im Paragraphen 28 des Klimagesetz Baden-Württemberg ist der Klimamobilitätsplan verankert. Er ist ein freiwilliges Instrument für Landkreise und Kommunen ab 50.000 Einwohner und hat zum Ziel eine klimaschutzorientierte Verkehrsplanung und eine damit verbundene Reduktion des CO2 Ausstoßes zu gewährleisten. Der Kreistag des Landkreises Esslingen hat in seiner Sitzung am 26.3.2026 beschlossen solch einen Klimamobilitätsplan im Landkreis ES aufzustellen und lädt die Gemeinden (große Kreisstädte haben bereits eigene Klimamobilitätspläne auf den Weg gebracht) zum Mitmachen ein. Hiermit verbunden sind keine Ausgaben für die Kommunen, eine Zuarbeit im Hinblick auf vorhandene kommunale Daten wird aber erwartet.

In Bezug auf die ländlich geprägte Gemeinde Altdorf wird es sicherlich in Zukunft um eine Verbesserung/Anpassung des ÖPNV-Verkehrs, vor allem im Hinblick an eine Zuganbindung nach Bempflingen gehen und weiterhin wird nach wie vor die Herstellung von Kreisstraßenbegleitenden Geh- und Radwege auf der Gemarkungsfläche eingefordert, sodass Bürgermeister Joachim Kälberer empfahl sich hieran zu beteiligen. Diesem Votum schloss sich das Gremium nach Beantwortung einiger gestellten und von der Verwaltung beantworteten Fragen an.