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05.11.2019 aus dem Gemeinderat

Zur letzten Sitzung des Gemeinderates am 05. November 2019 konnte Bürgermeister Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten die Leiterin der Kindertagesstätte Ruth Weisser und den Revierleiter Jürgen Ernst im Sitzungssaal des Rathauses begrüßen. 

Bekanntgaben

Unter diesem Tagesordnungspunkt informierte die Verwaltung die Ratsmitglieder über einige vorhandenen Veranstaltungen, die sich direkt an den Entscheidungsträger einer Kommune richten und teilte den Organisationsplan zur Bürgermeisterwahl am 02.02.2020 aus.

Bericht über die Belegungs- und Personalsituation in der Kindertagesstätte Altdorf

Die Leiterin der Kindertagesstätte Ruth Weisser ging eingangs Ihres Berichts zunächst auf die vorhandene Betriebserlaubnis und den Mindestpersonalschlüssel ein und informierte über das vorhandene reguläre Platzangebot von 72 Plätzen. Derzeit besuchen 59 Kinder den Kindergarten. Zum Ende des Kindergartenjahres werden jedoch alle Plätze belegt sein. Im Kleinkindbereich scheiden im Februar 2020 vier Kinder aus. Zu Ende des Kindergartenjahres werde man aber wieder ein Stand von 17 Kindern erreicht haben. Selbstverständlich ist auch in der hiesigen Kindertagesstätte die Personalsituation nicht entspannt, da aufgrund Schwangerschaft, Elternzeit, Krankheit immer wieder Lücken entstehen, die wegen des mehr als angespannten zu bezeichneten Arbeitsmarktes nur schwerlich zu schließen sind. Aufgrund des großen Engagements aller Erzieherinnen ist es jedoch möglich die Dienstpläne so zu gestalten, dass bislang keine Einschränkungen im Betreuungsangebot vorgenommen werden müssen.

Im anschließenden Meinungsaustausch der Ratsmitglieder wurde deutlich, dass die Personalsuche ein Dauerthema bleiben wird und dass insoweit die Erzieherinnen und die Verwaltung mit der Unterstützung durch das Gremium rechnen können.

Beratung und Beschlussfassung über den Waldbetriebsplan 2020

Von Revierförster Jürgen Ernst wurde der im Entwurf gefertigte Waldbetriebsplan 2020 vorgestellt. Er sieht vor, dass im Pfaffenwald rund 120 Festmeter Holz eingeschlagen werden, darunter auch Eschenbäume, die schon erste Anzeichen von dem Eschentriebsterben erkennen lassen. Sofern sich der Preis für das Nadelholz etwas erholt, werden auch die Fichten im Probstwald geerntet werden. Kultursicherungen sind im Schlegelhölzle und im Pfaffenwald vorgesehen, ebenso ist eine Jugendbestandpflege im Schlegelhölzle geplant. Aufgrund der steigenden Personal- und Sachkosten, aber auch aufgrund des deutlich angestiegenen Forstverwaltungskostenbeitrages wird die Gemeinde aus Steuermitteln in Höhe von rund 3.000 € den Waldwirtschaftsplan bezuschussen müssen.

Gemeinderat Helmut Wick signalisierte seine Zustimmung und wies darauf hin, dass der Wald neben dem wirtschaftlichen Aspekt auch der Erholung der Menschen dient und zudem auch einen sehr gewichtigen Umweltbeitrag leistet. In ähnlicher Weise äußern sich weitere Ratsmitglieder, so dass einer positiven Beschlussfassung nichts im Wege stand.

Neuorganisation der Forstverwaltung im Landkreis Esslingen

Da zwischenzeitlich das Bundeswaldgesetz, das Gesetz zur Neuorganisation der Forstverwaltung in Baden-Württemberg, das EU-Beihilferecht, das Wettbewerbsrecht und das Vergaberecht mit der Folge mit der Ausgliederung des Staatswaldes in eine Anstalt öffentlichen Rechtes, geändert worden ist, musste auch der Landkreis Esslingen seine Forstverwaltungsstrukturen und forstwirtschaftlichen Dienstleistungsangebote für den Staatswald (Körperschaft- und Privatwald) den Rahmenbedingungen anpassen. Im Detail erläuterte Revierförster Jürgen Ernst die hiermit verbundene Änderung und der hieraus resultierte Forstverwaltungskostenbeitrag, welcher nun auf kostendeckende Gebührensätze basiert.

Auf Frage von Gemeinde Manfred Butz wurde deutlich, dass Privatwaldbesitzer nach wie vor kostenlos die Beratung des Revierförsters in Anspruch nehmen können, sofern es sich aber um Arbeiten, die der Holzvermarktung dienen handelt, werden hierfür Gebühren fällig. Bei all den vielfältigen Veränderungen stellte Gemeinderat Christoph Wenzelburger erfreulich fest, dass das Revier drei, in welchem sich auch der Gemeindewald der Gemeinde Altdorf befindet, sich nicht verändert hat, was sich sowohl auf die Beförsterung als auch auf die Unterhaltung der vorhandenen Infrastruktur positiv auswirkt. Schlussendlich wurde von der Neuorganisation der Forstverwaltung im Landkreis Esslingen zustimmend Kenntnis genommen und die Verwaltung mit der Annahme des vom Landkreis Esslingen angebotenen Beförsterungsvertrages beauftragt.

Jahresabschluss der Wasserversorgung zum 31.12.2018

Über das Ergebnis des Jahresabschlusses des Wasserwerkes Altdorf zum 31.12.2018 berichtete Bürgermeister Kälberer. So schließt die steuerliche Jahresbilanz 2018 mit einem Jahresgewinn von rund 6.000 € ab. Auch wenn der rechnerische Wasserverlust immerhin sich auf 5.000 m³ belief, waren dies knapp 6 % der abgegebenen Wassermenge und dies stellt im Vergleich zu anderen Kommunen einen guten Wert dar. In diesem Zusammenhang wurde auch erneut über die geplante Verlegung einer Wasserleitung durch die Filderwasserversorgung im Auftrag der Bodenseewasserversorgung informiert. So wird bei einem gewöhnlichen Verlauf im kommenden Jahr eine neue Wasserleitung errichtet, die die beiden Wasserhochbehälter der Gemeinde Bempflingen und der Gemeinde Altdorf verbindet. In diesem Zuge werde man dann parallel ein Stück der offenen Gräben auf Markung Altdorf nutzen, um eine zweite Versorgungsleitung, abgehend vom Altdorfer Wasserhochbehälter in den Ort hinein zu errichten, um eine höhere Versorgungssicherheit, was die Wasserlieferung für die Altdorfer Haushalte anbelangt, zu erreichen. Hiermit sind aber Investitionskosten von 145.000 € verbunden, die im Laufe der nächsten Jahre in die Gebührenkalkulation eingehen und auch Auswirkungen auf den Wasserpreis haben werden. Vom Jahresabschluss der Wasserversorgung zum 31.12.2018 nahm das Gremium nach Beantwortung einiger Fragen zustimmend Kenntnis.

 

 

Letzte Änderung: Donnerstag, 07.11.2019   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf