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Gemeinde Altdorf im Landkreis Esslingen

Ehrung von Gemeinderätin Ursula Breuninger

Ehrennadel für Gemeinderätin Ursula Breuninger

Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag wurde Gemeinderätin Ursula Breuninger von Bürgermeister Joachim Kälberer mit der Ehrenmedaille des Gemeindetages Baden-Württemberg geehrt. Ursula Breuninger ist seit nunmehr 20 Jahren aktiv und engagiert in der ehrenamtlichen Arbeit als Gemeinderätin tätig. Sie wurde erstmals am 08.09.1992 als gewählte Ersatzbewerberin in dieses Amt eingesetzt und von da an in 3 Kommunalwahlen jeweils wiedergewählt. Bürgermeister Kälberer erinnerte, dass die Amtseinsetzung damals in unruhiger Zeit stattgefunden habe, als man in der Gemeinde um das erste Gewerbegebiet „Bohnäcker“ gerungen habe. Die Gemeinderatsarbeit im Gremium habe sich in hohem Maße verändert, was auch daran lag, dass zum ersten Mal eine Frau in den Gemeinderat gewählt wurde. Es herrschte fortan eine andere Tonlage vor, und Mann wie Frau respektierten die Meinung des anderen. Zu Beginn der 90-iger Jahre sei ein riesiges Arbeitspensum erledigt und hierbei zahlreiche Satzungen, die in der Gemeinde Altdorf schon ein heftiges Alter erreicht hatten, grundlegend überarbeitet, erneuert oder deutlich fortgeschrieben worden. Bürgermeister Kälberer erinnerte u.a., dass erstmals eine Globalberechnung in Auftrag gegeben worden ist, und die Grundzüge der bis heute gültigen Dorfentwicklung im Jahre 1993 und 1994 festgeschrieben worden sind; diese wurden später dann zu einem großen Teil in die Gemeindeentwicklungsplanung 2030 übertragen. Aber auch andere, grundlegende Aufgaben sind angegangen worden. Als Beispiel nannte er die Vertragsbeziehungen zwischen dem TSV Altdorf und der Gemeinde in Bezug auf die Unterhaltung der Sportanlagen, sowie der Überlassung eines Pachtgrundstückes an den hiesigen Obstbauverein zur Errichtung eines Lehr- und Obstgartens im Gewann „Viehwasen“. Vieles sei in diesen Jahren diskutiert und auf den Weg gebracht worden. Während der Amtsperioden von  Ursula Breuninger habe sie die Gemeinde Altdorf ganz entscheidend mit begleitet und mit geprägt. Gerade in den vergangenen zwei Jahrzehnten seien im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge nahezu alle kommunalrelevanten Institutionen erneuert oder gar gänzlich neu erstellt worden, wie die Wiedereinführung der vierklassigen Grundschule im Ort, welche mit einem erheblichen Investitionsvolumen in den Jahren 1996 bis 1998 verbunden war. Aber auch die Sanierung der Turnhalle, die bis heute ihre Funktion in der Gemeinde voll und ganz erfüllt, war ein wichtiger Meilenstein. Weiterhin erfolgte der Umbau des Feuerwehrmagazins, der Neubau eines Bauhofes und mehrere Wohn- und zwei Gewerbegebiete wurden in den vergangenen 20 Jahren entwickelt und so manche Straße und zwei Geh- und Radwege gebaut. Als besonderes Highlight bezeichnete BM Kälberer das Altdorfer Bürgerzentrum mit integrierten Verwaltungsräumen. Auch die Weichen für die Erweiterung des Kindergartens wurden vor wenigen Jahren gestellt. Dieses Vorhaben, so BM Kälberer weiter, konnten wir noch unmittelbar vor den Sommerferien erfolgreich abschließen. Die Erschließung des neuen Wohn- und Gewerbegebietes „Obere Liesäcker“ gehörte ebenfalls zu den letztjährigen Maßnahmen. Er bezifferte die Gemeinderatssitzungen mit 300 Sitzungen inklusiv der Klausurtagungen, Vorortbesprechungen und Baustellenterminen. Auch die kaum noch zu überblickenden Gespräche im Zusammenhang mit Personaleinstellungen kämen noch hinzu. Dennoch könne man gar nicht alles lückenlos darstellen. Zuviel sei inzwischen in der Gemeinde Altdorf bewegt worden.

Wörtlich sagte Bürgermeister Kälberer: „Wir alle wissen natürlich, dass diese Erfolge nicht der Verdienst eines einzelnen Ratsmitgliedes, noch die des Bürgermeisters, ist, sondern auf ein Zusammenspiel aller in der Gemeinde Altdorf Verantwortung tragenden Kräfte fußt. Wörtlich richtete er sich an Ursula Breuninger, mit den Worten: „Sie, verehrte Frau Breuninger, haben sich hier in besonderer Weise eingebracht. Ihr Wort wird gehört und auf Ihre Erfahrung vertraut. So ist es folgerichtig, dass ich Sie heute für 20 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit in ganz verantwortlicher Position mit der Ehrenmedaille des Gemeindetages Baden Württemberg auszeichnen darf“. Anschließend an die Auszeichnung  überreichte er ihr noch ein Blumengebinde. Ehegatte Rolf Breuninger bekam von der Gemeinde ein Weinpräsent als Dank für die entbehrungsreichen Stunden von seiner Gattin.  .
Gemeinderätin Ursula Breuninger meinte u.a. als sie sich 1989 zum ersten Mal für die Wahl in den Gemeinderat habe aufstellen lassen, waren ihr 4 Dinge klar: Seit der Einführung des Frauenwahlrechtes 1919 war in Altdorf noch nie eine Frau in den hiesigen Gemeinderat gewählt worden. Sie sei nicht in Altdorf geboren und sei auch nicht hier aufgewachsen, also eine „Reingeschmeckte". Sie sei auch nicht mit einem Altdorfer verheiratet und hatte keine Verwandtschaft und auch keinen Besitz am Ort. Sie war bei der SPD auf der Liste und Altdorf wähle mehrheitlich konservativ. Daher habe sie vier gravierende Handicaps. Und als man sie gefragt habe, ob sie auf der neu gegründeten SPD-Liste mit kandidieren wolle, habe sie nach kurzer Bedenkzeit zugesagt.

Als der gewählte GR Steinhäuser 1992 dann von Altdorf nach Altenriet ausgewandert ist, sei sie als erste Frau in der Altdorfer Geschichte in den Gemeinderat nachgerückt. Die Anfangszeit war nicht leicht. Sie habe lernen müssen, in der öffentlichen Kritik zu stehen, auch wenn sie Entschlüsse nicht befürwortet hatte. Auch im Rat musste sie akzeptieren, dass gute Vorschläge oft nur deshalb nicht angenommen wurden, weil sie von der falschen Partei gemacht worden waren. Aber auch hier gelte der Spruch „ steter Tropfen höhlt den Stein" Mit der Zeit habe sich auch das Klima im Gemeinderat zum Positiven hin verändert.  Nicklichkeiten nahmen ab und die Akzeptanz nahm zu und wuchs.

Wörtlich sagte sie: Der Wunsch ihres Engagements sei es, uneigennützig für die Bürger und Bürgerinnen Altdorf ein fortschrittliches lebens- und liebenswertes Altdorf schaffen zu helfen. Zum Schluss bedankte sie sich bei BM Joachim Kälberer, den Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die gute und faire Zusammenarbeit. Auch ihrem Gatten sprach sie einen herzlichen Dank aus für die nötigen Freiräume, die er immer wieder für sie geschaffen habe.

Der Fraktionsvorsitzende der Unabhängige/SPD Fraktion und 1. stellvertretende Bürgermeister Dieter Kittelberger überreichte der geehrten Gemeinderatskollegin Breuninger ein Fraktionsgeschenk für die gute Zusammenarbeit über all die vergangenen Jahre.

Letzte Änderung: Mittwoch, 26.09.2012   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf