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Gemeinde Altdorf im Landkreis Esslingen

15.09.2020 aus dem Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat

Zur ersten Sitzung des Gemeinderates nach der Sommerpause am 15. September 2020 konnte BM Kälberer neben den Damen und Herren Gemeinderäten zahlreiche Sachverständige, geladene Dienstleister, sowie einige interessierte Zuhörer im Sitzungsaal begrüßen.

 

Bekanntgaben

Unter diesem Tagesordnungspunkt berichtete BM Kälberer von der erfolgreichen Abrechnung der beantragen Zuschüsse für die Kaltlufthalle auf dem Sportgelände „Altdorfer Wasen“. So wurde noch während der Sommerpause der Schlussverwendungsnachweis für dieses Projekt gestellt und im Anschluss hieran dann der restliche Zuschuss vom RP Stuttgart überwiesen, sodass nunmehr der gesamte Fachzuschuss in Höhe von 153.000 € der Gemeinde Altdorf gewährt worden ist. Weiterhin wurde eine Übersicht über die Kindertagesbetreuung im Landkreis Esslingen den Ratsmitgliedern zur Kenntnis gebracht. Mit insgesamt 98 Plätzen und einer Inanspruchnahmequoten bzw. Auslastungsquoten von 81,6 % schneidet die Gemeinde Altdorf sehr gut ab. Auf Initiative der Jagdpächter arbeitet die Verwaltung derzeit eine Änderung der Polizeiverordnung mit der Zielrichtung aus, einen Leinenzwang für Hunde in einem räumlich abgegrenzten Außenbereich zu implementieren, die Verwaltung geht davon aus, dass im späteren Herbst dieses Jahres die Satzungsänderung im Gemeinderat beraten und beschlossen werden kann. Auch über die neue Bürgerbuslinie wurde ebenso wie über den Verlauf der Coronapandemie unter diesem Tagesordnungspunkt berichtet.

 

Beratung und Beschlussfassung über den Forstbetriebsplan 2021

Der in der Sitzung anwesende Revierförster Jürgen Ernst erläuterte den Ratsmitgliedern den im nächsten Jahr geplanten Holzeinschlag, welcher im „Verbrannten Wäldle“ stattfinden wird. Im Fokus stehen dabei die Eschen, aufgrund des weithin bekannten Eschentriebsterbens. Weiterhin ist jedoch ein Einschlag im Nadelgehölz, und zwar im Distrikt „Pfaffenwald“, geplant. Darüber hinaus werden Kultursicherungen vorgenommen.

 

Nach Auffassung von Gemeinderat Markus Schäfer wurde der Wald in den letzten Jahren gefühlsmäßig immer lichter, was sicherlich auch an der Holzeinschlagsmenge liegt. Revierförster Ernst wies in seiner Antwort auf das 10jährige Forsteinrichtungswerk hin, welches im übernächsten Jahr endet. In der Tat, so der Revierförster, habe man, wenn man das Ziel erreicht, dann eine etwas größere Mange Holz eingeschlagen als vorgesehen, aber das liegt auch an den nicht beinflussbaren Ursachen wie beispielsweise der Käferplage, Eschentriebswerksterben und manch anderes mehr. Dennoch, so der Revierförster, könne man nicht von einem lichten Wald in der Gemeinde Altdorf sprechen. Auch die Frage von GR Wick, im Hinblick auf die unterschiedlichen Preise bei Fichtenhölzer einerseits und andererseits Douglasie und Lärche, wurde vom Revierförster beantwortet. Nach einem weiteren Meinungsaustausch wurde dem vorgelegten Forstbetriebsplan 2021 einstimmig zugestimmt.

 

Errichtung einer zweiten Fallleitung vom Hochbehälter auf Gemarkung Altdorf im Zuge der Herstellung einer verbindenden Wasserleitung der beiden Hochbehälter der Gemeinden Bempflingen und Altdorf

BM Kälber erinnerte in seiner Einführung an die bereits schon seit über 2 Jahre zurückliegende Entstehungsgeschichte. Ausgehend von den damaligen ersten Überlegungen der Filderwasserversorgung, die Hochbehälter auf der Gemarkung Bempflingen und Altdorf mittels einer weiteren Wasserleitung zu verbinden, haben Gemeinderat und Gemeindeverwaltung erste Überlegungen angestellt, dieses Projekt für Synergieeffekte zu nutzen und eine zweite Zuleitung vom Wasserhochbehälter Altdorf in das Ortsnetz herzustellen. Diese zweite Leitung wirkt sich positiv auf die hydraulischen Verhältnisse aus und erhöht im Falle eines Rohrbuches der einzigen Zuleitung, die ohnehin die älteste Wasserleitung der Gemeinde Altdorf ist, die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser.

Ing. Werner Walter erläuterte in einer anschaulichen PowerPoint-Präsentation zunächst in kurzen Zügen das Bauvorhaben der Filderwasserversorgung, welches vorsieht, die Hochbehälter der Gemeinde Bempflingen mit dem auf der Markungen Altdorf liegenden Hochbehälter zu verbinden. Da ein Teil dieses Leitungsweges auch von der Gemeinde Altdorf zur Errichtung einer zweiten Fallleitung genutzt wird, wäre es mehr als ratsam, wenn nunmehr die Gemeinde Altdorf beschließen würde, im Zuge dieses Projektes ihre Trinkwasserversorgungssicherheit durch eine 2. Fallleitung zu erhöhen. Anhand einiger technischen Daten wurden die Ratsmitglieder über die jetzigen Druckverhältnisse informiert und ebenso über die sich hierdurch ergebenden Verbesserungen. Zweifellos war auch der Ingenieur der Auffassung, würde mit dieser zweiten Fallleitung die Versorgungssicherheit im Ort mit Trinkwasser ungemein erhöht, könne man doch im Bedarfsfall problemlos, bedingt durch die nunmehr dann zwei vorhandenen Leitungen, die Wassermengen in der Gemeinde Altdorf steuern. Selbstverständlich wurden auch die hierfür sichergehenden Kosten in Höhe von 250.000 € nicht nur genannt, sondern im Detail dargestellt, die sich sicherlich, aufgrund höherer Abschreibung, auch auf die Wasserpreise durschlagen werden. Dennoch, so die Auffassung des Ingenieurs und auch der Verwaltung, sollte man diese „Jahrhundertchance“ für die Trinkwasserversorgungssicherheit der Gemeinde Altdorf unbedingt nutzen.

 

GR Wenzelburger thematisierte in seinen Ausführungen die hiermit verbundenen Kosten in nicht unbeachtlicher Höhe, machte aber zugleich darauf aufmerksam, dass diese auch auf einen langen Zeitraum hin betrachtetet werden müssen und insoweit ein betriebswirtschaftlicher jährlicher Zuwachs von nur rund 10 Cent pro Kubikmeter Wasser durchaus vertretbar sind. Schlussendlich bat er den Ingenieur darauf zu achten, dass im Zuge der Baumaßnahme die landwirtschaftliche Tätigkeit möglichst nur in geringem Umfang beeinträchtigt werden. Schlussendlich beauftragte das Gremium einstimmig das Ingenieurbüro Walter, die entsprechenden Vorarbeiten zur Ausschreibung dieses Leitungsbaus abzuschließen und das Vorhaben gemeinsam mit der Bodenseewasserversorgung/Filderwasserversorgung anzugehen.

 

Anschaffung einer Wärmebildkamera für die Feuerwehr Altdorf

Im diesjährigen Haushaltsplan sind finanzielle Mittel für die Anschaffung einer Wärmebildkamera für die Freiwillige Feuerwehr enthalten. Der in der Sitzung anwesende FWK Daniel Schaich erläuterte die Vorarbeiten, die ein Ausschuss, gebildet aus interessierten Feuerwehrkameraden, geleistet hat und informierte die Ratsmitglieder über das Ergebnis der daraufhin erfolgten Ausschreibung.

 

Das wirtschaftlich günstigste Ergebnis hat die Firma Wilhelm Barth eingereicht und insoweit empfahl FWK Daniel Schaich, diesem Anbieter den Zuschlag zu erteilen. Nach kurzer Aussprache und Beantwortung weniger Fragen, wurde dem Vorschlag, nachdem sich die Verwaltung ausdrücklich bei den Ausschussmitgliedern, die hier wiederum einmal mehr durch ihre fach- und sachkundige Mitarbeit einen wesentlichen Beitrag geleistet haben, bedankt hat, zugestimmt.

 

Fortführung der offenen Jugendarbeit in der Gemeinde Altdorf nach dem Esslinger Modell

Im März 2018 hat sich der Gemeinderat der Gemeinde Altdorf erstmals dazu entschieden, in der Gemeinde Altdorf im Rahmen des Esslinger Modells eine sogenannte offene Jugendarbeit anzubieten bzw. einzurichten. Dies geschah gemeinsam mit den Nachbargemeinden Schlaitdorf und Altenriet und insoweit beschäftigen die drei Kommunen gemeinsam seit zwei Jahren einen Jugendbegleiter. In der Gemeinde Altdorf nahm von Beginn an die offene Jugendarbeit, auch bedingt durch die Bereitstellung eines Raumes im UG der Gemeindehalle, sehr schnell Fahrt auf und dieser Treffpunkt wurde von den Jugendlichen bis zum Eintritt der Corona-Pandemie gut angenommen. Insoweit hoffe man, dass diese Begegnungsstätte zukünftig wieder geöffnet werden kann, selbstverständlich unter Einhaltung der Pandemievorgaben. Parallel zu dieser Arbeit hat der Jugendbegleiter aber auch das Gespräch mit den Vereinen und der Schule, sowie der Kindertagesstätte gesucht und geführt und verschiedene Kontakte geknüpft. Weiterhin brachte er sich aktiv in die Ferienbetreuung der Grundschüler und Grundschülerinnen ein und hat selbst auch in den Sommermonaten den Jugendlichen Ferienangebote gemacht. Aus Sicht der Gemeindeverwaltung Altdorf sollte daher dieses Programm, in Form des Esslinger Modells, gemeinsam mit den beiden Nachbargemeinden, weitergeführt werden.

 

In der sich hieran angeschlossenen Aussprache wurde deutlich, dass Einvernehmen darüber herrschte, dieses Projekt vorerst weiter fortzuführen, wenngleich man hofft, dass zukünftig auch hier die coronabedingten Einschränkungen gelockert werden können und zugleich in der weiteren Entwicklung der offenen Jugendarbeit sich eine noch höhere Anzahl von Jugendlichen im Alter von 13 – 18 Jahren von diesem Angebot angesprochen fühlen wird.

 

Einführung von Regisafe in der Verwaltungsarbeit

Bereits im Jahr 2022/2023 ist es erforderlich, dass die Verwaltungen digitale Vorgänge, sei es ausgelöst durch Behörden oder durch Bürger, auch auf digitalem Wege bearbeiten wird. Dies ist derzeit mit dem jetzigen Verwaltungssystem im Rathaus Altdorf nicht möglich. Insoweit hat die Verwaltung sich hierüber kundig gemacht und ist auf ein Angebot der Firma Regisafe, welches schon seit 30 Jahren in den Kommunen verbreitet ist, gestoßen. Die Firma Regisafe bietet moderne, digitale Archivierungssysteme an und zugleich Applikationen für die zukünftige digitale Verwaltungsarbeit, welches auch ein digitales Ratsinformationssystem beinhaltet. Noch vor den Sommerferien wurde dieses Angebot vom Geschäftsführer dieser Firma präsentiert und entsprechende Unterlagen sind den Ratsmitgliedern daraufhin zugegangen.

 

Neben der Einführung solch eines digitalen Systems ist es aber auch notwendig, dass das jetzige Archivsystem, zumindest auch teilweise, mit in das digitale System überführt werden wird, da man immer wieder auf wesentliche wichtige Dokumente digital zurückgreifen muss. Aufgrund eines 30%igen Jubiläumsrabatts, den die Firma noch in diesem Jahr anbietet, würden sich die einmaligen Installationskosten augenscheinlich reduzieren.

 

Die Meinungsäußerung in der Ratsrunde hierzu waren eindeutig. So ist es Zeit, dass sich auch die Gemeindeverwaltung Altdorf Schritt für Schritt digital aufstellt, sodass die zukünftigen anstehenden Aufgaben, die gesetzlich vorgeschrieben dann auch digital zu erledigen sind, in dieser Form auch erfüllt werden können. Insoweit wurde das Angebot von der Firma Regisafe angenommen.

 

 

Letzte Änderung: Mittwoch, 16.09.2020   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Altdorf